86 X Rußlands Molybdänlagerstätten nn Mo 00,86 % Ser 99,34 % Der Abbau der Lagerstätte geschah anfangs im Tagebau, später mit in die Felswand vorgetriebenen, etwa 2—3 m breiten und 2—4 hohen Stollen. Bis zum Juli 1917 hatte man fünf Stollen aufgefahren, deren Länge zwischen 10—16 m schwankte. Gefördert wurde, abgesehen von einer kurzen Zeitspanne vor dem Kriege, in den Sommermonaten der Jahre 1916 und 1917. Die Gesamtausbeute in dieser Zeit betrug 1,6 t*) Konzentrat, bei einer Belegschaft von 30 Mann, von denen 10 im Abbau und 20 bei der Aufbereitung und den Schurfarbeiten beschäftigt waren. Durchschnittlich erzielte die Förderung 1 Pud = 16,3 kg pro Tag. Über die Erzvorräte ist man schlecht unterrichtet. Infolge einer Verwerfung nahe am Ausgehenden des Ganges kann man ein Bild erst durch Stollenvortrieb in der Streichrichtung ge- winnen. Nach den bisherigen Ergebnissen darf man insgesamt mit etwa 7 t Konzentrat rechnen. Eine Verarmung in der Streich- richtung hat man nicht wahrgenommen. Es ist demnach mit einem Aushalten des Ganges zu rechnen, so daß man mit jedem vor- getriebenen Meter Stollen eine Ausbeute von 0,8 t Konzentrat erwarten darf. Für die Aufbereitung des Erzes gibt Doktoro- vic-Grebnickij folgendes Schema an: 1. Handscheidung des Fördererzes. 2. Zerkleinerung mit Hämmern im Handbetriebe und Aus- sortierung der Molybdänerzstufen. 3. Durchwaschung auf den Waschherden. 4. Durchsiebung zur Aussonderung des grobspätigen Kon- zentrats. 5. Ausscheidung der restlichen Produkte des mittleren Kon- zentrates durch Abklopfen auf eisernen Tafeln. 6. Durchwaschung der Sande und Mehle in Stoßherden und Anreicherung des feinen Konzentrats. —_ * Edelstein (Chemisch-technischer Leitfaden) gibt, abgesehen von der 0,8 t Förderung der Vorkriegszeit, eine Gesamtausbeute von 4,8 t Molybdänglanz an!