In Deutschland ist man betreffs so weit gehender Normali- sierung noch sehr zurückhaltend. Es stellen sich hier, soweit es sich um kleinere Aufträge, — unter kleiner sind hier Zahlen unter 1000 Stück zu verstehen, — handelt, doch erhebliche Schwierig- keiten heraus. Vor allen Dingen müßten, was Formatnormali- sierung anbelangt, auch die zu verpackenden Gegenstände in irgendeiner Form normalisiert werden. Als Beispiel sind z. B. Kisten für Verpackung von Waffeln anzuführen. Diese Waffeln werden in derartig verschiedenen Formen und kleinen Packungen hergestellt, daß eine nicht allzu weit unterteilte Normalisierung mit doch recht hohem Materialverbrauch verknüpft ist. Nach der Tabelle auf S. 6 ist man bei der Kistenkonstruktion von der Brettstärke noch vollkommen unabhängig. Es lassen sich hier auch wenigstens für die heutigen Verhältnisse noch keine Normalzahlen geben. Es mag nur bemerkt werden, daß die Brettstärke abhängig ist von dem Zweck der Kiste und dann bei gleichem Zweck von der Art der Beleistung und sonstige Ver- stärkung durch Bänder usw., so daß bei starker Beleistung und starker Bandagierung naturgemäß geringere Brettstärken zu- lässig werden. Auch wenn das Füllmaterial der Kiste stark ge- stopft oder gleichmäßiger ist, können die Brettstärken reduziert werden, während bei großen Hohlräumen stärkere Bretter ge- wählt werden müssen. Brettverbindung Die Bretter bei der Kiste können lose ohne gegenseitige Verbindung auf einen Rahmen aufgenagelt oder in irgendeiner Form miteinander ver- bunden werden. Dies geschieht bei einfache- ren Kisten. Eine Ver- dübelung nimmt man vor bei besseren Kisten und bei solchen, die zerlegt versandt werden sollen. Für die Ver- dübelungkenntmandrei Arten. Einmal Stiftver- Stiftdübel W ellendübel dübelung (Abb. 4), dann Abb. 4 und 5. Dübelungsarten. Wellendübelung(Abb.5) und dann die Verbindung mittels Nut und Feder. Die Stiftedübelung wendet man im allgemeinen bei schmalen Brettern an und da, wo man die Bretter gegenseitig verleimt. Die Wellendübelung C