62 Die methodologischen Grundlagen dd. Grenznutzentheorie u. d. Marxismus. jektivistischen Methode zusammenhängen; ferner das Unver- mögen, die spezifisch historischen Formen des Kapitalismus zu erklären, was seinen Ursprung in dem unhistorischen Gesichts- punkt hat, und endlich der völlige Bankrott in sämtlichen Pro- blemen der ökonomischen Entwicklung — ein Bankrott, der notwendigerweise mit dem Gesichtspunkt der Konsumtion zu- sammenhängt. Es wäre jedoch falsch, anzunehmen, daß alle diese „Motive“ unabhängig voneinander wirken; sowohl die psychi- schen als auch die logischen Komplexe stellen komplizierte Größen dar, in denen verschiedene Elemente sich verschieden- artig verbinden und verschmelzen, wobei sich die Wirkung der- selben je nach den anderen begleitenden Elementen bald stärker, bald schwächer nach außen kundgibt. Deshalb wird jeder konkrete Fehler, der sich bei der weite- ren eingehenden Analyse der Theorie Böhm-Bawerks zeigen wird, sich nicht nur auf ein „Denkmotiv‘“ der neuen Theoretiker der Rentner stützen, sondern auf mehrere zugleich. Doch hindert dies uns nicht, aus der Reihe der zusammenhängenden Momente die drei Grundmomente hervorzuheben, die in ihrer verschiede- nen Zusammensetzung eine Quelle der unzähligen „Mißgriffe‘‘ Böhm-Bawerks bilden. Diese „Mißgriffe‘ zeugen zugleich von der völligen Unfähigkeit der Bourgeoisie des fin de siecle zum theoretischen Denken.