Das Maß des Wertes und der Einheitswert 1 gendermaßen: „Dieses Bedenken ist nicht begründet. Denn die Menschen können die Schätzungseinheit nicht nach Willkür wählen, sondern dieselben äußeren Umstände .. . enthalten zugleich ein völlig zwingendes Gebot darüber, über welches Quantum sie eine einheitliche Wertschätzung zu fällen haben.“ Indes ist es klar, daß diese Maßeinheit hauptsächlich in den Fällen vorhanden sein kann, wenn der Warenaustausch eine zufällige, nicht typische Erscheinung des Wirtschaftslebens ist. Umgekehrt fühlen die Vermittler des Warenaustausches bei einer entwickelten Warenproduktion sich nicht an zwingende Normen bei der Wahl der „Werteinheit‘ gebunden. Der Fabri- kant, der sein Leinen verkauft, der Grossist, der es kauft und verkauft, eine ganze Reihe von Kleinhändlern — sie alle können ihre Waren nach Meter und Zentimeter oder nach Stück (d.h. nach einer großen Anzahl von Metern, die als Einheit genommen wird) messen, wobei in allen diesen Fällen kein Unterschied in der Bewertung gemacht wird. Sie entäußern sich ihrer Waren (die moderne Form des Verkaufs ist ein regulärer Prozeß der Entäußerung der Waren durch den Produzenten oder durch seine sonstigen Inhaber); ihnen ist es völlig gleichgültig, nach welchem physischen Maßstabe die verkauften Güter gemessen werden. Die gleiche Erscheinung beobachten wir bei der Analyse der Motive der Käufer, die für den eigenen Gebrauch kaufen. Die Sache ist eben sehr einfach. Die heutigen ‚„Wirtschafts- subjekte‘“ bewerten die Güter nach deren Marktpreisen, die Marktpreise aber hängen keineswegs von der Wahl der Maßeinheit ab. Dabei noch eins. Wir haben schon oben gesehen, daß der Gesamtwert der Einheiten nach Böhm-Bawerk kein eswegs dem Werte der Einheit, multipliziert mit deren Zahl, gleich ist. Wenn wir eine Reihe haben: 6, 5,4, 3,2) «1, .so7ist' der Wert dieser 6 Einheiten (des gesamten „Vorrates‘‘) gleich der Summe 1+2+3+4+5-+6. Das ist die völlig logische Schlußfolgerung aus den Grundvoraussetzungen der Grenznutzentheorie. Trotz- dem ist es absolut unrichtig. Und daran sind eben die Ausgangspunkte der Böhm-Bawerkschen Theorie schuld, seine Mißachtung des sozial-historischen Charakters der ökonomischen Erscheinungen. In der Tat berechnet kein Agent der heutigen Band 57, S. 95 und 96). Hierher gehört auch die Kritik Karl Wicksells, der versucht hat, diese Frage zu beantworten. Siehe Karl Wicksell, „Zur Ver- teidigung der Grenznutzentheorie”. Ebenda Bd. 56, S. 577 —78. a BöhET Ba wert „Grundzüge der Theorie des wirtschaftlichen Güterwerts