— 20 — stab, und wie die Preise auf diese Weise dauernd von denen abweichen, die die Werte sein sollten (natürlich Werte, wie sie nach dem Ricardo-Marxschen Gesetz bestimmt werden). Da es nun zu leicht ist, einzuwenden, daß das Zugeben einer solchen Tatsache gleichzeitig die Anerkennung bedeutet, daß der nach jenem Gesetz zu bestimmende Wert sich praktisch nie realisiert und daher nicht vorhanden ist, greifen Marx und mehr noch die sogenannten Marxisten auf die Unterscheidung zwischen Tauschwert und Preis zurück, und stellen fest, daß, nachdem der Unterschied einmal anerkannt worden ist, die Preise natürlich nicht mit den Werten übereinstimmen. Aber hier ist der Sophismus zu augenfällig. Darf man tatsächlich zugeben, daß die Einführung des «konstanten» Kapitals als sekundäre, vorübergehende, störende Ursache oder Bedingung betrachtet wird wie eine jener Ursachen, von denen es erlaubt ist, abzusehen, wenn die Tauschwerte anstatt der Preise geprüft werden? Es genügt, einen solchen Grundsatz auszusprechen; um den ganzen logischen Unsinn zu begreifen. Die wachsende Ausdehnung des technischen («konstanten») Kapitals stellt nicht nur keine sekundäre Bedingung in bezug auf das System der kapitalistischen Konkurrenz und allgemeiner in bezug auf das System des Kapitalismus dar — sei es bei herrschender Konkurrenz oder totalem oder teilweisem Monopol — sondern bildet eine seiner eigentümlichsten und typischsten Bedingungen. Die Entwicklung der Produktivkräfte, die besonders in ihrer günstigsten Periode und immer in der Pause zwischen zwei großen Kriegen die bürgerliche Wirtschaft gekennzeichnet hat und kennzeichnet, war und ist an deren Notwendigkeiten und Bau aufs engste gebunden. Aber die Hauptbedingungen einer solchen Entwicklung bestehen ihrerseits in dem immer größeren Anwachsen des technischen («konstanten») Kapitals im Verhältnis zum Lohnkapital. ‚Man darf feststellen, daß, was .die Zusammensetzung des Gesamtkapitals jedes Unternehmens und jedes Zweiges des Unternehmens anbetrifft, nichts die kapitalistische Produktior. — sei es bei Konkurrenz, oder Monopolherrschaft — deutlicher kennzeichnet, als die Tendenz des fixen («konstanten») Kanitals, im Verhältnis zum Lohnkapital anzuwachsen. Man hat in England z. B. ausgerechnet, daß auf jeden in der Textilindustrie angestellten. Mann, jede Frau oder