<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Die Werttheorie und das Problem des "Konstanten" (Technischen) Kapitals</title>
        <author>
          <persName>
            <forname>Antonio</forname>
            <surname>Graziadei</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>1729091075</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>Ed 
eigentümlichen Verminderung der hergestellten und an- 
gebotenen Mengen in Wechselwirkung steht. 
Da in einer auf Arbeitsteilung beruhenden Wirtschaft. 
auch die Phänomene der Produktion der einzelnen Waren 
auf die entsprechenden Preise zurückwirken, beabsichtigen 
wir, mit unseren neuen Untersuchungen vor allen Dingen 
nachzuweisen, wie die Ricardo-Marxsche "Theorie vom 
Tauschwert (Preis), die von ihren Urhebern geradezu als 
unerläßliche Voraussetzung zum Verständnis jedes ökono- 
mischen Vorganges aufgefaßt wird, eine getreue Darstellung 
und genaue Auslegung derjenigen Phänomene verhindert, 
die an jene Bedingung geknüpft sind, durch welche man 
gleiche .und selbst größere Produktquantitäten mit tech- 
nischem («konstantem») anstatt mit Lohn-Kapital erhalten 
kann. Ferner beabsichtigen wir, zu beweisen, daß die gleiche 
Theorie vom Tauschwert (Preis) im allgemeinen und aus 
analogen Gründen ein Hindernis zur ganzen oder teilweisen 
Darstellung und zum ganzen oder teilweisen Verständnis der 
von der Tatsache abhängigen Phänomene bildet, daß die 
Quantitäten aller in einem bestimmten Augenblick vorhan- 
denen Produkte (Waren) oder eines Teiles von ihnen — wel- 
ches auch immer die Formen und die Zusammensetzung des 
entsrechenden Gesamtkapitals in dem darauf folgenden Au- 
genblick sein mögen — infolge wachsender Produktivität der 
Arbeit vermehrt sind. 
Die Phänomene, auf die wir uns beziehen, sind von be- 
sonderer Bedeutung, wenn man bedenkt, daß die Ersetzung 
des Lohnkapitals durch das technische Kapital und all- 
gemeiner die absolute oder relative Vermehrung der Pro- 
duktion (die letztere natürlich in längeren Friedenszeiten) 
typische Escheinungen der kapitalistischen Wirtschaft sind; 
und genauer gesagt, gerade diejenigen Erscheinungen, die 
in einer bestimmten historischen Epoche ihre Ueberlegenheit 
über frühere ökonomische Systeme ausgebildet und darauf, 
innerhalb der Grenzen ihrer Gesetze, eine bemerkenswerte 
Erhöhung in der Lebenshaltung bestimmter Schichten der 
Arbeiterklasse ermöglicht haben.</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
