16 kann die Entwicklung mindestens stark zurückhalten. Deshalb gibt es dort eine Versicherung gegen Frostschäden. B. Niederschläge, Licht und Wind. Die Kultur des Wasserreises wird, wie sein Name schon sagt, mit Bewässerung betrieben. Atmosphärische Niederschläge und Luftfeuchtigkeit sind deshalb für ihn nicht von ausschlaggebender Bedeutung, wie die ausgedehnten subtropischen Reisgebiete beweisen. In Kalifornien, Sindh und Ägypten dürfte die relative Luftfeuchtigkeit am Tage während langer Zeit des Jahres unter 40% betragen. Gut bewässertem Reis ist trockene Witterung sogar dienlicher als reichliche Niederschläge, die stets mit bewölktem Himmel verknüpft sind. Das Licht aber ist von höchster Bedeutung für das Gedeihen des Reises. Längere Zeit dauerndes dunkles Wetter, Unkräuter, die ihn überwuchern, Baumschatten kann den Erfolg der Kultur in Frage stellen. Sobald der Reis in Rispen steht, leidet er durch Regen besonders stark, noch mehr durch heftige Winde, die, mit jenem vereint, zum Lagern der Halme führen und bei den Varietäten, die zum Abwerfen der reifen Früchte neigen, den Verlust noch vergrößern. Ohne künstliche Bewässerung, nur vom Regenfall abhängig, kann der Reis allerdings nur in wenigen Ländern der Erde gedeihen. Eine Niederschlagshöhe von mindestens 360 mm ist dann erforderlich, dazu geringe Verdunstung, die aber wieder den Ertrag herabmindert. Auf den Philippinen hat man nämlich die Erfahrung gemacht, daß die Entwicklung und der Ertrag des Reises parallel gehen dem Maße des durch ihn verdunsteten Wassers. Die Verdunstung wird beeinflußt durch Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind, Licht und andere klimatische Faktoren (103). Bedeutend anspruchsloser ist der trocken kultivierte Reis, wenngleich auch er noch ein größeres Wasserbedürfnis hat als die meisten anderen Getreidearten. Außerdem ist für ihn die Verteilung des Regens besonders wichtig. Daher die Mißernten und in ihrem Gefolge die Hungersnöte im Trockenreis bauenden