30 erleichtern und die Trockenlegung des Feldes beschleunigen helfen. Beim Einlassen des Wassers fließt dieses zunächst durch das Netzwerk der Gräben und tritt aus diesen dann gleichmäßig auf alle Teile des Feldes über. Beim Entwässern verbindet man einen oder mehrere der Gräben mit dem Ableitungskanal, und das ganze Feld wird wiederum sehr gleichmäßig entwässert (82, S. 150). Das Pflügen, Eggen und sonstige Zerkleinern der Erdklumpen wird entweder im trocknen oder im überschwemmten Zustande der Felder vorgenommen. In Italien pflügt und eggt man trocken, weil der Boden nicht besonders schwer und zur Zeit des Ackerns — November, Dezember —- ziemlich feucht ist. In den Süd- staaten wendet man das Naßpflügen auf schwer zu bearbeitenden Böden an, z. B. den „Buckshot‘“-Tonböden; ferner bei starker Austrocknung eines Bodens, wie sie manchmal in der Periode nach dem Brachliegen der Felder eintritt (123, S. 637). Das feuchte Tropenklima, z. B. Javas, das den Unkrautf- wuchs sehr fördert, macht die nasse Bearbeitung der Reisfelder nötig, besonders auf schwerem Boden. Nach der auf die Ernte folgenden, oft nur einen Monat dauernden Brache überflutet man das Feld kurze Zeit, bis es gut durchfeuchtet ist, läßt dann das Wasser zum größten Teil ablaufen und hackt oder pflügt. Bei dieser ersten Bearbeitung wird der Boden nur in grobe Schollen zerlegt und nicht weiter zerkleinert. Dann wird der Sawah zum zweiten Male unter Wasser gesetzt und unter be- ständiger Wasserzufuhr gehalten. Dadurch wird die bereits begonnene Verwesung der Pflanzenstoffe im Boden weiter ge- fördert und vermag in größere Tiefe vorzudringen. Nach etwa 8—10 Tagen wird zum zweitenmal, schräg gegen die erste Furchenrichtung, gepflügt, wobei die von den Sawahdämmen in- zwischen abgehackte Unkrautdecke in den Boden kommt. Jetzt folgt nochmal eine einwöchige Überflutung, die den weiteren Zerfall der festen Erdschollen und die gänzliche Verwesung der noch vorhandenen Pflanzenreste herbeiführt. Einige Tage später beginnt man, ohne das Wasser vorher abzulassen, den Sawah zu eggen. Dies geschieht meist nur einmal, bei klumpigem