492 Farmer in den Inundationsgebieten Louisianas (123, S. 642 u. 643). Auch sie bauen selten länger als 4 Jahre Reis auf dem- selben (nassen) Felde; viele Farmer ziehen sogar nur zwei Ernten. Das Land bleibt alsdann 2—3 Jahre brach liegen, wodurch auch die schwer zu bekämpfenden Wasserunkräuter aussterben. Fruchtfolge ist selten, da man die Kosten für das Aufwerfen der Entwässerungsgräben scheut, die man bei der Reiskultur wieder zuwerfen muß. Zur Herabminderung der Kosten ist lang- jähriger Wechselbau empfohlen worden. In Italien gibt es Strecken, die jedes Jahr, zuweilen zwölfmal nacheinander, mit Reis bestellt werden, ohne daß der Ertrag zurückgeht (82, S. 169). In der Provinz Taschkent in Turan soll man die Felder stellenweise bis zu 50 Jahren hintereinander unter Reis belassen, um auf tief gelegenen Ländereien mit hohem Wasserstande die Sumpfbildung zu verhindern. Und in China gibt es ohne Zweifel Reisfelder, die infolge guter Düngung Jahrtausende ohne Unter- brechung Reis getragen haben. N In den meisten Reisbauländern aber wird eine Fruchtfolge durchgeführt, in der Regel mit Kulturpflanzen, die keiner Be- wässerung bedürfen. Die zu diesem Zwecke nötige Durch- arbeitung des für längere Zeit trockengelegten Reisbodens kommt seiner Durchlüftung außerordentlich zugute. Allerdings werden in manchen Gebieten die Reisfelder nach der Ernte zu ganz be- sonderen Zwecken wieder unter Wasser gesetzt. In Italien wandelt man ausgedehnte Reisfelder in Berieselungswiesen um, die mit einem Gemenge von Gras und Klee besät und ent- weder das ganze Jahr über (bis neunmal) geschnitten oder im Winter abgeweidet werden. Als eigentliche Wechselfrüchte kom- men in Italien vor allem Weizen, ferner Hafer, Gerste und Mais in Betracht. Wenn sie gebaut werden Sollen, müssen vor der weiteren Bodenbestellung zuerst die die Reisfelder umgebenden Dämme umgepflügt werden. Wintergetreide wird im Herbst gesät; die Ernte fällt in die Zeit zwischen der Feldbestellung für den Reis und der Reisernte. Nach Fesca ist Weizen eine weniger gute Vorfrucht als Gerste, da sich die Weizenstoppel im nassen Boden schwer zersetzt. Als Fruchtfolge, bei der der