43 Reis ebenfalls nicht jährlich als Sommerfrucht wiederkehrt, wird in manchen subtropischen Gebieten folgender Wechsel innegehalten: 1. Reis, 2. Winterung, 3. Baumwolle oder Tabak, 4. Winterung, 5. Reis usf. . In Mantua, Verona und Bologna wird folgender eigenartige Wechselbau zwischen Reis und Weizen allgemein geübt, der sehr ertragreiche Weizenernten liefert. Der Weizen wird vor der Reisernte, Ende September oder Anfang Oktober, breitwürfig gesät, wobei 20—30 kg auf den Hektar mehr gebraucht werden als bei dem gewöhnlichen Verfahren. Dann wird der Reis mit sehr kurzer Stoppel gemäht. Phosphor- und Stickstoffdünger wird in dem Maße der Kosten gegeben, die man durch das Wegfallen des Pflügens erspart. Copeland empfiehlt dieses Verfahren für die Vereinigten Staaten. In Süditalien und Sizilien werden außer Getreide und Hülsenfrüchten auch Artischocken in den Kulturwechsel ein- bezogen (87). Bei den Berieselungswiesen und dem Anbau der eben ge- nannten Wechselfrüchte tritt eine Unterbrechung des Reisbaues von einem oder mehreren Jahren ein. Oft wird aber nur die /-% zwischen der Reisernte und der nächsten Bodenbestellung zum Anbau anderer Gewächse ausgenützt. Dafür kommen Klee o°r andere Hülsenfrüchtler und Raps in Betracht. Der Klee soll entweder nur zu Gründüngungszwecken dienen oder zuvor einen Schnitt ergeben. Er wird unmittelbar nach der Reisernte in die Stoppel gesät. Dasselbe geschieht mit dem Raps, aber erst im nächsten Frühjahr. Zur Reife kann er natürlich nur auf solchen Ländereien kommen, auf denen der Reis desselben Jahres nicht gesät, sondern aus Saatbeeten überpflanzt wird (s. unten S. 49), da dies erst einige Wochen später zu geschehen braucht. In Russisch-Turkestan wird eine sehr frühreife Reis- sorte von nur etwa 90 Tagen Vegetationszeit („arpa schaly“‘) bisweilen noch nach der Ernte des Winterweizens gesät. Über- haupt wechselt hier auf höher gelegenen Plätzen, die sich leicht trockenlegen lassen, der Reis mit Gerste und Weizen. Er wird entweder nach vorhergegangener Düngung und Brache als erste Frucht gegeben oder als Nachfrucht im Mai nach Winter-