44 weizen oder -gerste. In anderen Gegenden des Landes, wie in der Provinz Fergana, tritt der Reis nicht in die Fruchtfolge ein. Sobald sich Erscheinungen der Müdigkeit zeigen und das Un- kraut überhand nimmt, läßt man das bis dahin ununterbrochen mit Reis bestellte Land einige Zeit brach liegen. Dann werden auch hier und da einmal 3—4 Jahre hindurch Sorghum oder Sesam gepflanzt, bei voraufgegangener guter Düngung auch Melonen; alsdann folgt wieder Reis. In den Tropen ist man in der Wahl zum Wechsel mit Reis geeigneter Pflanzen weit weniger beschränkt als in den Sub- tropen; eine Ernte von Hülsenfrüchten oder von Knollenge- wächsen kann man noch in dem gleichen Jahre gewinnen. In Java baut man in der trockenen Periode als sog. „zweite Ge- wächse‘“ (polowidjo) mit kurzer Vegetationsdauer verschiedene Leguminosen, vor allem die Erdnuß (Arachis hypogaea), auch die Erderbse (Voandzeia subterranea), die Sojabohne (Soja hispida), Vignabohne (Vigna sinensis), Mondbohne (Phaseolus lunatus), Phaseolus radiatus; ferner spa- nischen Pfeffer (Capsicum) und Knollengewächse wie Bataten, (Ipomoea) und Yams (Dioscorea), Pachyrhizus hul- bosus; in sehr trockenen Gegenden, vor allem im östlichen Java, außerdem viel Mais, auch Hirse (Sorghum, Panicum), Tränengras (Coix); von Handelsgewächsen Tabak. — Diese Zwischenkulturen werden besonders auf den von Regen ab- hängigen Sawahs betrieben. Die Bearbeitung der Felder dafür erfolgt sehr oberflächlich mit der Hacke oder dem primitiven Pfluge. Für die Malaiische Halbinsel, wo Wechselkulturen von den viel lässigeren Eingeborenen im allgemeinen nicht getrieben werden, empfiehlt Jack (73, S. 70) dafür: Ipomoea batatas, Arachis. Ricinus, Mais, Coleus parviflorus, Sagittaria sagittifolia (wobei aber die Felder nicht austrocknen), Tabak, Coix; für die Philippinen nennt Cam us Mais und Leguminosen, besonders Phaseolus mungo. Den Reis sollte man nicht un- mittelbar auf Mais folgen lassen, da dieser bekanntlich den Boden sehr erschöpft; es empfiehlt sich, eine Leguminose zwi- schen beiden einzuschalten.