65 Wassermenge von 200 cbm pro Hektar, eine solche von 5 cm 500 cbm pro Hektar. Der Wasserersatz ist abhängig von der Verdunstung des Wassers und der Durchlässigkeit des Bodens; je nachdem kann nur jeden dritten oder vierten Tag Ersatz er- forderlich sein; auf sehr durchlässigem Boden und bei starker Verdunstung muß dagegen das Wasser täglich, sogar zuweilen, freilich wohl nur selten, täglich zweimal ersetzt werden. Ist Ersatz jeden dritten Tag erforderlich, so würde der Wasserver- brauch pro Monat bei 2 cm Stauhöhe 2000 cbm, bei 5 cm Stau- höhe 5000 cbm betragen, bei täglichem Ersatz dagegen 6000 resp. 15 000 cbm. Da sich die Bewässerungsdauer mindestens auf zwei, zumeist auf drei, höchstens wohl auf vier Monate aus- dehnt, so kann der gesamte Wasserbedarf mit 10 000 cbm und weniger gedeckt sein, andrerseits kann er sich auf 60 000 bis 100 000 cbm pro Hektar stellen.‘ — Nach älteren Angaben rechnet man in Madras 0,7 1 Wasser in der Sekunde pro Hektar für den Sommerreis, dagegen 1,21 für den in der Trockenzeit wachsenden Reis. In Bombay werden 11000 cbm auf den Hektar Reisland bis zur Ernte gebraucht, das sind etwa 0,851 in der Sekunde (77, S.61 u. f.). Aus Italien wird angegeben, daß für ein Reisfeld von 132 Acres 7 Kubikfuß Wasser in der Sekunde benötigt werden, d.h. 1 Kubikfuß auf 19 Acres; im allgemeinen aber wird auf 26 Acres 1 Kubikfuß gebraucht, das sind etwa 2,51 pro Hektar in der Sekunde. Im Präriegebiet der Golfstaaten wird unter normalen Umständen, d. h. bei einer Regenhöhe von 50 cm während der Irrigationsperiode, für eine gute Ernte eine Gesamtstauhöhe von 70cm, d. h. 7080 mc Rieselwasser auf den Hektar für nötig gehalten (26, S. 693). 7. Feldbehandlung. Die Feldbehandlung des Reises beschränkt sich, außer der Bewässerung, auf das Entfernen des Unkrauts, das dem Reis- bau hinderlicher ist als andern Getreidekulturen. Denn auf den bewässerten Reisfeldern findet sich eine — durch die starke vegetative Vermehrungsfähigkeit der Wasserpflanzen begün- stigte — Massenvegetation von Wasserunkräutern ein, die teils Winkler, Reis (Monograph. z. Landwirtsch, warm. Länd.). Bad. III. 5