69 gar nicht beeinträchtigt wird, bei 4 Zoll noch in ziemlich großer Menge, bei 6 Zoll vereinzelt bis über die Wasseroberfläche kam, durch eine Schicht von 8 Zoll aber völlig unterdrückt wurde (48). Hier hat man als ein sehr erfolgreiches Ver- fahren zur Reinigung verunkrauteten Reislandes folgendes er- probt: Es wird in einem Sommer, in dem kein Reis auf das Feld kommt, kurze Zeit bewässert, um die Unkrautsamen zum Keimen zu bringen, und dann werden die Keimpflanzen untergepflügt (79). Aus Louisiana berichtet Spahr (123, S. 638) noch ein anderes Vorgehen zur Grasbekämpfung: „Mit der Be- wässerung (nach der Aussaat) muß besonders dann sobald wie möglich begonnen werden, wenn das Feld zu vergrasen droht. Hat das Gras, das in den Südstaaten ‚General Green‘ genannt wird, da der Farmer es ständig zu bekämpfen hat, schon zu große Gewalt bekommen, dann greift man zu einem Radikal- mittel. Man mäht das ganze Feld dicht über der Oberfläche des Bodens ab und bewässert sofort. Der Reis schlägt wieder aus, während das Gras unter dem Wasser erstickt.‘ — Anderseits lassen sich natürlich viele Wasserunkräuter durch längere Trockenlegung der Felder ausrotten. So bleiben diese in den Südstaaten der Union auch zu diesem Zwecke (hauptsächlich natürlich, um ausgesaugtem Boden Gelegenheit zur Erholung zu geben) 2—3 Jahre brach liegen. Wo Wechselwirtschaft üblich ist, bietet sie ein ausgezeichnetes Mittel zur Bekämpfung der Reisunkräuter; besonders die gut deckenden Leguminosen wer- den dafür bevorzugt. 8. Ernte und Aufbereitung; Erträge. Die richtige Zeit der Ernte ist beim Reis, wie bei den übrigen Getreidearten, das Stadium der Gelbreife, sobald das Korn über dem Nagel bricht, da dann der Mehlkörper seine Entwicklung vollendet hat und nur noch die Frucht- und Samenschale wachsen, zugleich die Neigung zum Ausfallen zu- nimmt. Nur Saatkorn erntet man besser erst in der Vollreife. Zum guten Ausreifen der Körner ist die Trockenlegung der nassen Reisfelder unbedingt erforderlich, die deshalb überall