81 fähig gegen die Bohrer wäre, doch werden begrannte Varietäten stärker befallen als unbegrannte, ebenso Klebreis (Getan-Sorten). Schoenobius bipunctifer, der gelbe Reisbohrer, verursacht gewöhnlich nicht volle Mißernten, sondern nur geringe Ausfälle, in seltenen Fällen bis 20% und mehr. Er ist in ganz Südostasien verbreitet und wird bekämpft durch Lichtfallen, Absuchen der Saatbeete nach Eierhäufchen, Umwandlung der abgeernteten Felder in Fischteiche oder Abbrennen und Pflügen der Stoppel, um die darin versteckten Puppen zu vernichten. — Der ebenfalls in ganz Südostasien beobachtete gestreifte Reisbohrer, Chilo simple x, findet sich mehr in trocknen Reisfeldern, scheint aber bisher nicht besonders schädlich geworden zu sein. — Die drei bisher genannten Bohrer‘ gehören zur Familie der Lichtmotten oder Zünsler, Sesamia inferens, der violette Reisbohrer zur Familie der Eulen. Er lebt in ganz Südostasien auch auf Mais und Zuckerrohr und wird ebenfalls dem Reis wenig gefährlich. Ähnlichen Schaden wie die Bohrer verursacht die Reissaat- fliege oder Reisstengelfliege. Von diesem im Malaiischen Archipel und in Britisch-Indien beheimateten Schädling hat Trockenreis mehr zu leiden als Sawahreis, trockne Saatbeete mehr als nasse. Der Schaden äußert sich hauptsächlich in ver- mindertem Schossen. Viele der befallenen Pflanzen erholen sich und bringen ihre Rispen zum Reifen. Die Raupen einiger Eulen schaden durch Fressen an den grünen Teilen der Reispflanze, vor allem in den Saatbeeten. Zu den schädlichsten gehört wohl Spodoptera mauritia, die gemeine Reissaateule, „pady cutworm“‘‘. Bei starker Plage kann das ganze Feld von Raupen wimmeln, und alle Pflänzchen — in den Saatbeeten und kurz nach dem Verpflanzen — können abgefressen werden. Der Fraß beginnt von den Rändern der Felder her. Das Tier ist von Westafrika über Südasien bis nach Australien verbreitet und lebt auch auf Zuckerrohr, Mais und wilden Gräsern. Bekämpft wird es durch Unterhaltung eines hinreichenden Wasserstandes und Untertauchen der Reis- pflanzen mittels eines durch die Felder geschleppten Taues; durch Absammeln der Raupen, Puppen und Eierhäufchen, die Winkler, Reis (Monograph. z. Landwirtsch. warm. Länd.). Bd. IIL ß