2. Pflanzliche Schädlinge. Von höheren Pflanzen ist nur ein Wurzelschmarotzer unter den Reisschädlingen zu nennen, Striga lutea, die in den Tropen und Suhtropen der alten Welt verbreitet ist. Das Ausreißen dieser Pflanze muß vor der Samenreife erfolgen. Zahlreiche und sehr gefährliche Reisschädlinge gibt es unter den parasitischen Pilzen. Äußerlich dem Roste ähnlich, und von den Pflanzern auch oft als Rost angesprochen, ist das Krankheitsbild, das Sclerotium Oryzae darbietet. Der Pilz ist zuerst in Italien gefunden, später auch in Japan, Ostindien und auf den Philippinen beobachtet worden. Hier soll er bis zu 34% Schaden angerichtet haben, besonders auf dicht be- wachsenen Feldern. Die Krankheit kommt in Saatbeeten und an alten Pflanzen vor. Bei letzteren gibt sie sich zu erkennen durch erneutes Schossen der allmählich vergilbenden und ab- sterbenden Halme und durch schlecht ausgebildete Rispen, die nur einzelne taube Ährchen tragen. Bekämpfung scheint nur durch Auswahl immuner Sorten möglich. Die Körnerbildung wird verhindert durch Ustilaginoidea virens. Das erkrankte Reiskorn beginnt zu schwellen und ver- färbt sich zunächst gelblich-grün („green smut‘‘), wird immer größer und bildet bald eine kugelförmige, fahlgrüne, an der Oberfläche samtartig weiche Masse, die schließlich 6—10 mm dick wird und sich fast schwarz färbt. während die Oberfläche des Reiskorns sich abschält und in Staub zerfällt. Unter der äußeren schwarzen Sporenschicht liegt eine leuchtend orange- gelbe, harte Schicht und im Innern ein weißes, hartes Gewebe. Die Krankheit ist in Japan und China sehr verbreitet; an einer Reisrispe sind bis zu 15 kranke Körner gefunden worden. In. anderer Weise schädigt der Staub- oder Steinbrand des KReises, „rice blast‘, „black smut“, Tillelia horrida, die Körner. Sie werden ganz oder zum Teil in ein schwarzes Sporen- pulver verwandelt, das anfänglich in den Spelzen eingeschlossen ist, öfter auch bleibt; die Ärchen sind dann nicht vergrößert oder mißgestaltet und schwer als befallen zu erkennen. Manch- 86