91 zur Erkrankung der Reispflanze unter den Erscheinungen der Brusone führt. Es handelt sich bei dieser Bezeichnung offenbar um eine Zusammenfassung sehr verschieden verursachter Schädigungen, die äußerlich ein ähnliches Krankheitsbild zeigen: Die Blätter bekommen rostfarbige Flecke, so daß ein krankes Feld schließlich wie verbrannt aussieht; die Halme werden schwarz und schlaff, und die Knoten schwellen an; auch die Wurzeln gehen unter Schwärzung zugrunde. Wo die Brusone auf Sauerstoffmangel im Boden zurückzuführen ist, wird Durchlüftung empfohlen; ferner langsame Bewegung des Berieselungswassers, um die sauerstoffbereitenden Algen aus dem Boden nicht aufzuschwemmen. Schließlich soll mit Stickstoffdüngung maßgehalten werden. In Italien ist die Brusone in den letzten Jahrzehnten infolge der besseren Bodenbearbeitung seltner und schwächer aufgetreten. Öfter ist im Laufe der Darstellung hingewiesen worden auf den Schaden, den die Reiskultur durch extreme Wirkung der meteorologischen Vorgänge nehmen kann: Mangel oder Überfluß an Wasser, Stürme, Kälte, Wolkenbedeckung usw. Ausführlicher kann hier darüber nicht gesprochen werden.