Ju POolzpreis. ihrer Wertschäzung durch die Konsumenten, und nach den Regeln des wirtschasstlichen Handelns . . .“1). Hierzu ist in bezug auf das Produkt der Forstwirtschaft, das H olz, zu sagen, daß es nur dann nur Arbeit kostet, wenn es, was im Urwald gelegentlich vorkommen mag, am Produktionsorte völlig wertlos ist. Hat es am Produktionsorte bereits einen Preis, oder mit anderen Worten, ist es am Produktionsorte bereits wirtschaftliches Gut, so k ann dieses, wie wir schon dargelegt haben, auch ohne daß ,„im lehten Grunde“ irgendwelche Arbeit aufgewandt worden ist, nur durch das Zusammen- wirken von Bo den und Zeit, entstanden sein. Im übrigen ist die subjektivistische Auffassung, daß die K o st e n nicht maßgebend für den Preis eines Gutes zu sein brauchen, neuerdings auch von einem forst- lichen Autor mit Bezug auf den Holz preis vertreten worden. In seiner Antrittsrede als Privatdozent an der Forstlichen Hochschule zu Eberswalde betonte Dr. L e m mel ?) zutreffend, daß die Forstwirtschaft wohl weniger als jeder andere Wirtschaftszweig die Geltung der Kosten- theorie bestätige. Nach ihm sstehen ihr folgende Tatsachen entgegen: 1. Freie Konkurrenz und die Möglichkeit, beim Steigen der Holzpreise die Produktion wesentlich zu erweitern, bestehen nicht. 2. Die Produktions- dauer ist in der Forstwirtschaft viel zu lang, als daß eine nennenswerte Beeinflussung der Produktion durch das Steigen oder Fallen der Holz- preise einträte. 3. Die allgemeine Unterstellung, daß jeder einzige sich in der Verkehrswirtschaft ausschließlich von seinen Erwerbsinteressen leiten lasse und sich mit seinen Wirtschaftsmitteln immer den jeweilig profitabelsten Geschäften zuwende, ist für die Forstwirtschaft noch viel weniger zutreffend als für die Landwirtschaft. Daß die Produktionskosten für den tatsächlich gezahlten Holzpreis ohne jede Bedeutung sind, geht schon daraus hervor, daß der Betriebsleiter eines nachhaltig bewirtschafteten Erwerbswaldes, der einen Posten Holz zum Verkauf stellt, sich wohl regelmäßig über die Preise unterrichten wird, die für Holz von ungefähr gleicher Qualität in der lehten Ver- gangenheit vom Handel angelegt worden sind, daß er aber niemals, wie jeder Fabrikant es tun würde, eine Berechnung darüber anstellen wird, welchen Preis er für sein Erzeugnis erzielen muß, damit die Produktions- kosten gedeckt werden, und darüber hinaus ein Unternehmergewinn erzielt wird. Der Wald ist heute als Gegenstand wirtschaft- !) Daselbst, S. 248. ?) Oberförster Dr. Lemmel, Die Bodenreinertragslehre im sozialökonomischen Lichte, in der Zeitschr. f. Forst- und Iagdwesen, Berlin 1925, Heft 2, S. 70. 2:4 p