Entwicklung der forstlichen Rentabilitätslehre. 59 im forstlichen Nachhaltsbetriebe die Forderung maßgebend sein, daß der Ertrag Au (Abtriebsnuzung) + Da (Durchforstungen) in einem möglichst günstigen Verhältnis zu dem Produktionskapital (Boden-, Vorrats-, Verwaltungskoslen- und Kulturkostenkapital, B + N rt; V + C ) steht. Lemmel kommt auf diese Weise zu einr Formulierung I für die forstliche Rentabilitätsrechnung: Ayrt D, B ENT V+ Er stellt diesem Ausdruck, der sich in der Bodenreinertragslehre nicht findet und den er für allein richtig hält, vier andere Formulierungen gegenüber, die dem Sinne nach die in der Bodenreinertragslehre zum Ausdruck kommenden verschiedenen Auffassungen wiedergeben, und die nach Lemmel sämtlich das gemeinsam haben, daß sie einen Mehr- oder Minderertrag nur einem Teile des Produktionskapitals zurechnen: Formulierung ll: E y) Die Zurechnung erfolgt nur an das Boden-, Vorrats- und Verwaltungs- kostenkapital. î Diese Formel soll Pr e ß l e r s Rechnungsmethode entsprechen, wenn dieser den Zuwachs Z dem Bestandswert samt dem Boden- und Ver- waltungskostenkapital (H + B + V) gegenüberstellte. Das trifft nicht ganz zu, denn Preßlers Z ist offenbar nur dann gleich Lemmels Au + Da –~ €, wenn genau der volle Zuwachs, nicht mehr und nicht weniger, genutzt wird. Formulierung lll: ? (Martin, s. o.) Die Zurechnung erfolgt nur an das Boden- und Vorratskapital. Formulierung IV: A tv. qt? (Kraft). Die Zurechnung erfolgt allein an den Vorrat. Formulierung V: FV c; 600 (Heyer, Endres). Die Zurechnung erfolgt ausschließlieh, an das Bodenkapital. Diese Rechnungsmethode entspricht der Bodenreinertragslehre im engeren Sinne. 1) In den Formulierungen Il bis V sind c und v die jährlichen Kultur- und Verwaltungskolsten.