Ein Beispiel erläutere unsere Darstellung! Auf einem Produktmarkte werden zu einer bestimmten Zeit Produkte zu einem Preise angeboten und abgesetzt, der etwa zur einen Hälfte auf den Anteil der Kapitalsverzinsung u. s. f. an der Preisbildung, zur anderen Hälfte auf die reinen Kosten des Aufwandes an Lohnarbeit bezw. Arbeits- löhnen zurückgeht. Dieser Preis sei gleich y. Für den gegebenen Zeitpunkt, bei den gegebenen wirt- schaftlichen Verhältnissen wird sich bei diesem Preise eine bestimmte Nachfrage feststellen lassen, u. zw. bezeichne O die Menge der zu diesem Preise in der der Rechnung zugrunde liegenden Zeitspanne verlangten Güter. Ich veranschauliche diese Marktlage unter Zuhilfenahme eines Koordinatensystemes, wie ich das in ähnlicher Weise schon in früheren Abhandlungen fat. 3 zZ. m F> Zu A. — Pa ZZ 7 (PREISSKALA) Fig. 1. Produktmarkt. Die Abszisse dieses Koordinatensystemes versinnbildlicht die Preisskala, wir denken uns auf ihr die Vielfachen der führlicher erörtert werden. Im übrigen verweist der Verfasser hinsichtlich der im Texte betonten Zusammenhänge auf Ausführungen und Methode seiner Darstellung der Bildung der Einkommensarten im Aufsatze „Ricardo und Cassel“, Jahrb. f. Nat.-Ökon. u. Stat., Bd. 119, 1922, Heft 5, wo er die Untersuchung der Wert- und Einkommensbildung auf dem Prinzipe der unmittelbaren Bezogenheit der Produktionsfaktoren aufeinander ba- sieren ließ und so mit Notwendigkeit die auf dem Produktmarkte fallenden Entscheidungen in den Vordergrund stellen mußte. Im großen und ganzen gelangte er dabei zu der Einkommenslehre Cassels konformen Ergebnissen. Auf diese sei auch in diesem Zusammenhange verwiesen. Versl. insbes. Cassel, „Theoretische Sozialökonomie“, II. Auflage, Leipzig 1921, S. 288. 11