Einer Zeitungsnotiz entnehme ich aber, daß man den Heldentod eines bekannten Tiroler Schützen mit diesem Aberglauben in Ver- bindung brachte. |. Sektierer, Erfinder, Friedensapostel und politische Phantasten. Habe ich in dem ersten Teil dieser Arbeit mich gegen die Aus- beutung des Aberglaubens gewandt, wobei ich nebenbei zeigen konnte, daß auch die Psychiatrie Veranlassung hat, sich mit dem Problem zu beschäftigen, so soll der zweite Abschnitt auf einige andere soziale Erscheinungen hinweisen, die das gebildete Publi- kum gleichfalls interessieren, die bisweilen sogar dazu führen, daß in der Öffentlichkeit Streitigkeiten entstehen und daß die Einen für, die Anderen ebenso leidenschaftlich gegen solche Menschen Partei nehmen. Was ich meine, sind gewisse Sektierer, Erfinder, Friedens- apostel, philosophische Weltverbesserer und Phantasssten auf poli- tischem Gebiet, denen der Krieg neuen Anlaß zum Spintisieren gegeben hat. Wenn ein Psychiater über solche Menschen spricht und schreibt, dann läuft er Gefahr, mißverstanden zu werden. Man glaubt, er will solche Ausnahmemenschen unterschiedslos zu Geisteskranken stempeln. Das ist selbstredend die Absicht nicht, obwohl aus einzelnen Beispielen sehr deutlich hervorgehen wird, daß sie an der Grenze.zur Psychose stehen. Wenn die Psychiatrie diese Sonderlinge zu analysieren sucht, so soll damit auch nichts über die strafrechtliche Zurechnungsfähig- keit oder Geschäftsfähigkeit des Betreffenden gesagt werden, son- dern der Arzt will nur zeigen, daß diese Menschen neben vielen, 1 2