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        <title>Über Wahrsager, Weltverbesserer, Nerven- und Geisteskrankheiten im Kriege</title>
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            <forname>Arthur H.</forname>
            <surname>Hübner</surname>
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            <idno>173596543X</idno>
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      <div>oft soll er für seine Protektion mit hohen Summen bezahlt
worden sein.
Gewann er durch sein Wirken eine große Anhängerschar, so
vermehrte sich ebenso von Tag zu Tag die Zahl seiner Gegner.
Dies geschah namentlich, als er, wahrscheinlich weniger aus
Deutschfreundlichkeit, wie aus pazifizistischen Ideen heraus, den
Zaren von einem Kriege gegen Deutschland abzuhalten suchte.
Die Duma nahm gegen ihn Partei. In den Kreisen der hohen
Aristokratie und Beamtenschaft sann man auf Mittel, ihn unschädlich
 zu machen, bis schließlich eine kleine Schar von unter
englischem Einfluß stehenden Adligen, zu denen der Fürst Jussupow
 gehörte, ihn in der Nacht vom 29. zum 30. Dezember 1916
nach einem Trinkgelage erschon. Er war bei seinem Tode
44 Jahre alt.
î Fragen wir uns nun, warum dieser sibirische Bauer (Mönch
war er nie) so hoch emporsteigen und solchen Einfluß gewinnen
 konnte, so geben uns folgende Tatsachen die Erklärung :
1. Hatte ihn die Natur offenbar mit hoher Suggestivkraft
ausgestattet. Man findet solche bei „geretteten“ Trinkern übrigens
nicht ganz selten.
Diese Suggestivkraft befähigte ihn, hysterisch Blinde und
Lahme, Menschen, die an hysterischen Anfällen litten, und ähnliche
 Kranke zu „heilen“. Sie gestattete ihm aber auch, seine Hörer
mitzureißen und sie zu seinen Jüngern zu machen. Das hat er
getan, solange er in Sibirien „Wunderheilungen“ vollbrachte.
Damals hat er wohl selbst noch an seine „Wundertraft“ geglaubt.
In einzelnen Fällen, z. B. bei der Zarin, hat er anscheinend sogar
 richtig hynotisiert, und da es sich um rein „nervöse“ Störungen
handelte, auch Erfolge erziell. Gleichzeitig aber hat er die
Kaiserin offenbar dadurch psychisch so in seine Gewalt bekommen,

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