Vorwort. Noch bevor eine Reihe namhafter Wirtschaftsführer der europäischen Länder und der Vereinigten Staaten von Nord- amerika durch das sogenannte Wirtschaftsmanifest sich für eine Beseitigung der Hemmnisse im internationalen Handels- verkehr einsetzten, hatte der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf schon in der Vollversammlung der Kammer auf die Hemmnisse hingewiesen, die dem deutschen Handel fast noch überall in der Welt entgegenstehen. Die Aussprache über den Bericht bestätigte seine Darlegungen in vollem Umfange und erbrachte reichhaltige Beweise für die Erschwernisse, die namentlich die Ausfuhr von Erzeugnissen der Düsseldorfer Industrie behindern. Das hat den Geschäfts- führer der Kammer veranlaßt, die Arten der Hemmnisse und ihre Wirkungsweise zu einer Denkschrift zusammenzustellen. Diese beschränkt sich, soweit es sich um die Tatsachen handelt, auf den Bezirk der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf. Die Schlüsse jedoch, die sich aus dem Urteil über diese Tat- sachen ziehen lassen, treffen mehr oder weniger auf die gesamte deutsche Wirtschaft zu. Deshalb hat diese Schrift trotz ihrer Beschränkung hinsichtlich der Tatsachen auf einen einzelnen Bezirk doch einen allgemeinen Wert für die Beurteilung der schwierigen Lage, in der sich die deutsche Wirtschaft befindet. Die Schrift wird sicher mit dazu beitragen, die Angehörigen aller am Weltmarkt beteiligten Wirtschaften davon zu über- zeugen, daß die Männer nicht Unrecht haben, die das Wirt- schaftsmanifest unterzeichneten. Jedenfalls beweisen die Be- obachtungen im Düsseldorfer Handelskammerbezirk seine Rich- tigkeit. Düsseldorf, am 10. November 1926, Dr. Josef Wilden Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf.