and Industries“ begutachtet alle Gesuche von Industriellen für einen Schutzzoll und für die Anwendung des Dumpingzolles in bestimmten Fällen. „Wenn auch nur der Schatten einer Berechtigung vorliegt,‘ so heißt es in einem Bericht, ‚werden diese Gesuche wohlwollend berücksichtigt.‘ Die Zolltarifreform bezweckt vor allem eine möglichst große Vorzugsstellung britischer Waren. Röhren und Fittings sind bei Herkunft von England zollfrei, im übrigen beträgt der Zollsatz 6—8% v. Wo: Britisches Blech ist zollfrei, anderes unterliegt einer Abgabe von 3%, d.W. Das gleiche gilt für Draht. Drahtgeflecht unter 3“ Maschen war früher bei Einfuhr aus England zollfrei, entrichtete aber im übrigen einen KEingangszoll von 3% d. W: Jetzt beträgt der Zoll 15% d. W. Grubenschienen englischer Herkunft sind zollfrei, sonst beträgt der Zoll 5% 4. W. Stab- und Winkeleisen, Bohr- und Werkzeugstahl sowie alle Arten von Maschinen sind bei britischer Herkunft zollfrei, im übrigen einem Zoll von 3 bzw. 5% d. W. unterworfen. Weitere ähnliche Beispiele lassen sich beibringen für Solinger Erzeugnisse, für elektrische Kochapparate, für Glühlampen, Fensterglas, Ölfarben, Autoöl und Textilwaren. Die Vergünstigung, die die Union-Regierung den Waren englischen Ursprungs gewährt, erschwert den Verkauf nichtenglischer Erzeugnisse, abgesehen davon, daß ein Teil der Bevölkerung und manche Stadtverwaltungen und Regierungsabteilungen, in denen englische Beamte maßgebend sind, die Erzeugnisse ihres Mutterlandes bevorzugen, selbst wenn diese 10-15% teurer sind. Nichtenglische Waren müssen, mit Ausnahme von Spezialartikeln, in den meisten Fällen billiger sein, um Absatz zu finden. Auf Grund dieser Tatsachen hat die Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf Handelsvertragsverhandlungen mit der südafrıkanischen Union beantragt mit dem Ziel, deutsche Erzeugnisse den englischen gleich zu tarifieren, mindestens aber die Zölle zuermäßigen. Die Verhandlungen mit dersüdafrikanischen Union sind auch aufgenommen worden. Doch ist die Union-Regierung nicht geneigt, anderen Ländern im Wege von Vertragsverhandlungen. die Minimalsätze des südafrıkanischen Zolltarifs schlechthin einzuräumen. Selbst zu einer Ermäßigung der Spanne zwischen den britischen Vorzugszöllen und den für andere Länder geltenden Zöllen will die Union-Regierung sich nicht verstehen. Sie stützt sich hierbei auf ihre bei den Debatten über den neuen Zolltarif im Parlament abgegebene Erklärung, die unzweideutig zum Ausdruck bringt, daß die Großbritannien und einzelnen britischen Dominions gewährte Vorzugsstelle eine Q