I % & Antrag 68 abzulehnen und dem Antragsteller anheim- zugeben, später einen neuen selbständigen Antrag einzu- bringen, in dem genaueres Material in einem längeren Zeitraum gefordert werde. Augenblicklich komme es ledig- lich darauf an, schleuniges Material bis zur zweiten Lesung zu beschaffen. Ein Vertreter des Ministeriums des Innern bemerkte, die Jahre 1894 bis 1904 seien gar kein wirtschaftlich in sich abgeschlossener Zeitraum, und seien auch nicht charakteristisch für das, was hier gezeigt werden solle. Außerdem würde die Aera Caprivi für die östlichen Provinzen nicht über die Jahre 1901/02 hinausreichen. re Leut wurde ein selbständiger Antrag 80 vor- : folgende Resolution anzunehmen: Die Königliche Staatsregierung zu ersuchen, dem Landtage statistisches Material vorzulegen, in welchem Umfange das Aufsaugen bäuerlicher Stellen erfolgt ist: a) durch ländliche Großgrundbesitzer, b) durch andere ländliche Grundbesitzer, c) durch Städte und andere öffentliche Anstalten, d) durch industrielle Unternehmungen, und zwar 1. für die Jahre 1894 bis 1904 (Ära Caprivi), 2. für die Jahre 1905 bis 1913. Entsprechend der Bitte eines Vertreters des Landwirtschaftsministeriums, die vorläufige Statistik so einfach wie möglich zu gestalten und die Einzel- heiten der Staatsregierung zu überlassen, da bei der ein- gehenderen Statistik, für die das Statistische Landesamt be- reits den Auftrag erhalten habe, weitergehende Wünsche berücksichtigt werden könnten, wurde der Antrag 80 zurückgezogen. IV. Ansiedlungsfragen 1. Generaldebatte a) Finanzielle Fragen ~Rentenbankkredit oder bare Staatsdarlehen ~ §§ 1 flg. Antrag Ecker (Winsen), §§ 1 flg. Antrag Aronsohn b) Organisationsfragen a) Träger der Ansiedlung ~–~ Provinzielle Anssiedlungsgesellschaften; Kleinsiedlungsgesellschaften; Kommunalbver- bände (Kreiskommissionen); Erwerbsgesell- schaften; Einzelpersonen ~ 6) Staatsaufsicht Hierbei kamen mit zur Besprechung die Anträge der Abgeordneten Ecker (Winsen) und Genossen auf Drucks. Nr 177, 178, 179, der Antrag der Abgeordneten Aronssohn und Genossen auf Drucks. Nr 214 und der Antrag der Ab- geordneten Boisly und Genossen auf Drucks. Nr 55. Der Berichterstatter führte einleitend aus: Während der erste Abschnitt des Geseßentwurfes von der Beschränkung von Teilungen im Interesse der Förderung der inneren Kolonisation spreche und nach dem zweiten Ab- schnitt Nr 1 das Vorkaufsrecht das dazu nötige Land be- schaffen solle, seien in dem nun folgenden Abschnitt prak- tische Maßnahmen zur Erleichterung der Rentengutsbildung in Vorschlag gebracht worden. Dazu solle in erster Linie die Bestimmung des s 22 dienen. Bisher wurden, wie der