. Kap. I. Die Wirtschaft im allgemeinen. den Verbrauchsgüter in der stationären Wirtschaft konstant bleibt. /Diese Gütermasse nennen wir das bewegliche Realkapital der Wirtschaft. Den Prozeß, durch welchen dies unverändert erhalten bleibt, bezeichnen wir als den Reproduktions- oder Umsatzprozeß des beweglichen Realkapitals,. Die Gesamtmasse des festen und beweglichen Realkapitals, also die Gesamtmasse der materiellen Güter des Produktionsprozesses mit Ausnahme des Grund und Bodens, bildet das Realkapital der Wirt- schaft, und der Prozeß, durch welchen dieses Realkapital unverändert erhalten wird, ist der Reproduktions- oder Umsatzprozeß des Realkapitals. Die gesamte Masse der materiellen Güter einer Wirtschaft nennt /man das Realvermögen. Das Realvermögen umfaßt somit außer dem Realkapital sowohl den Grund und Boden, wie auch die an. die Kon- sumtion übergegangenen dauerhaften Güter. Die Produktion der stationären Wirtschaft ist nach dem jetzt Ge- sagten ein Prozeß, der beständig dafür sorgt, daß die materiellen Mittel für seine unveränderte Fortsetzung in unveränderter Menge erhalten bleiben, der sich also dadurch selbst unterhält und der gleichzeitig einen stetigen und unveränderlichen Strom von Diensten und materiellen Gütern der menschlichen. Bedürfnisbefriedigung zur Verfügung stellt. Diesen Strom von Diensten und materiellen Gütern, die die wirtschaf- tenden Menschen aus der Produktion für ihre Bedürfnisbefriedigung empfangen, nennt man das Realeinkommen der Wirtschaft. Das Realeinkommen besteht also teils aus direkt der Bedürfnis- befriedigung dienenden Leistungen anderer Personen, wie z. B. den Leistungen der Ärzte oder des häuslichen Dienstpersonals, teils aus Verbrauchsgütern, wie Lebensmitteln, teils aus Nutzungen dauerhafter Güter, die noch als dem Produktionsprozeß angehörig anzusehen sind, also z. B. aus den Diensten der Wohnung, der Personentransporte usW., teils schließlich aus den dauerhaften Gütern, die, wenn sie fertiggestellt sind, in die Konsumtion übergehen und nicht länger dem Produktions- prozeß zugerechnet werden, z. B. unsere Kleider. Für die Wirtschaftswissenschaft ist es von einer gewissen Be- deutung, alle ihre Begriffe in ihrer Relation zur Zeit mit völliger Klar- heit festzustellen. Sehr viel Verwirrung und zahlreiche unnötige Kon- troversen sind lediglich auf den Mangel auch der allernotwendigsten zeitlichen Fixierungen der wirtschaftlichen Begriffe zurückzuführen. Vor allem ist es nötig, zu unterscheiden, ob ein wirtschaftlicher Begriff sich auf einen Zeitpunkt oder auf eine Zeitperiode bezieht. Das erste trifft zu für die Begriffe des Realkapitals und des Realvermögens. Will man die in einer Wirtschaft befindliche Menge von materiellen Gütern fest- stellen, muß man notwendig einen bestimmten Augenblick für die In- ventaraufnahme auswählen. Ein solches Inventar der Wirtschaft wird 26