künftigen Lehrer so zu instruieren und anzuleiten, daß durch ihn gute Leistungen zustande kommen. Betreffs Dienstauffassung und Disziplin sei einmal auf das bereits Gesagte, dann aber auf die Ausführungen über „Arbeitsgeist, Arbeitswille und Disziplin’’!) hingewiesen, wo diese Fragen zusammen- hängend behandelt sind. Dagegen mag es von Interesse sein, hier noch auf die Rolle der richtigen Gewöhnung. hinzuweisen. Solange der Lehr- ling alles klar und eindeutig erlebt und versteht, ergibt sich für ihn in allen Lagen nur eine Verhaltungsweise, eben diese klare und eindeu- tige, die ihm instruiert wurde. Hat er sich dann mehrmals konsequent verhalten, so bildet sich bei ihm eine Arbeitsgewöhnung heraus, die ganz natürlich fortwirkt und weitere gleichartige Handlungen begünstigt. Zugleich entsteht der Gedanke, daß diese Art des Verhaltens die absolut richtige sei. Wie sich im Organismus bestimmte Verhaltungsweisen zu Gewöhnungen festigen, so prägen sich auch der geistigen Auffassung Denkgewöhnungen, Vorstellungsweisen ein. Wird aber der Lernende vor. eine Aufgabe gestellt, die er nicht versteht, so sucht er instinktiv verschiedene Lösungen, wird unsicher und schwankend, und die. Folge ist, daß die natürliche Disziplin diesen Aufgaben gegenüber durchbro- chen ist durch allerlei teilweise unzweckmäßige Gedanken und Vorstel- lungen. Auch wenn sich diese inneren Schwankungen nicht gleich in objektiv falschen Bewegungen äußern; die dem Instruierenden als Fin gerzeig und Warnung dienen. könnten, so ist doch‘ die natürliche Dis- ziplin beeinträchtigt. Diese allgemein psychologischen Gesichtspunkte liegen nun auch dem weiteren Aufbau der Instruktion für die Straßenbahnwagenführer zu grunde: Punkt 2: Unterricht und Uebungen über die elektrische Einrich- tung des Wagens und über das Verhalten des Wagenführers bei verschie‘ denen Störungen. Punkt 3: Anlernen der Fahrmanipulationen bis zur exakten Ausfüh- rung und Einüben derselben bis zur raschen und voll automatischen Beherrschung. Punkt 4: Erleben der Auswirkungen der erlernten Manipulationel auf die Fahrgeschwindigkeit des Wagens im Sinne der Entwicklung des Gefühls für die Anfahr- und Bremsträgheit. Punkt 5: Anlernen und Einüben des ruhigen Wahrnehmens und des. richtigen Reagierens. in den verschiedenen im wirklichen Fahr” dienst. immer wieder vorkommenden Situationen. Punkt 6: Schaffung und Festigung eines richtigen Verständnisse® für den Straßenverkehr; Erfassung drohender Verkehrsstockungen und Gefahren. kat Y. Schweiz, Techn. Zeitschrift Nr,‘ 1 und 2; Januar 1926. 32