cz Wann hat der Durchschnittsmensch das größte Bedürfnis, dauernde dei Höchstleistungen auszugeben? Wohl dann, wenn er um seine Meister- ;e-' schaft in seinem eigenen Arbeitsgebiet weiß. ch Die äußeren Verhältnisse können noch so schlecht sein: solange der al- Mensch die Ueberzeugung hat, daß er seine Sache meisterhaft machen e1- kann, ist er imstande, Höchstleistungen zu vollbringen. zZ Eine allgemein richtige Geisteshaltung in Analogie zur richtigen e5 Körperhaltung besteht also in der Ueberzeugung, im Gefühl, daß man ck seine Aufgabe meisterhaft erfüllt oder erfüllen kann. Dieses Gefühl es läßt sich praktisch genau so anerziehen, wie das für die richtige körper- ve, liche Haltung. Sowie der Meister zum Lehrling sagt: «Körper gerade te strecken, Kopf hoch!», sagt er ihm: «gut, gib dir nur Mühe, und du er wirst sehen, daß du deine Sache erstklassig fertig bringst!» ht Die Schaffung dieser geistigen Einstellung bedarf seitens des Lehr: N: meisters selbverständlich nicht geringerer Sorgfalt und Ausdauer, als st die Erziehung der rationellen Arbeitsgewöhnungen, von denen oben die af Rede war. Wird von Anfang an darauf: gehalten, so stellt sich der Er- ;h folg verhältnismäßig spielend ein, wenigstens bei normalen Jünglingen. 8 Es kommt natürlich auch vor, daß Lehrlinge wegen verfehlter Erzie- x hung von der Schule oder von zu Hause her zuerst stark umgewöhnt \ werden müssen. Kraft der neuen Situation, die beim Eintritt in die % Lehrschule gegeben ist, und wegen des relativ noch jungen Alters, ist . aber das Umgewöhnen in diesem Moment psychologisch immer relativ leicht. Trotz der Schwierigkeiten, die jede Umgewöhnung bietet, ist d diese Aufgabe, wenn sie im richtigen Moment und richtig angepackt 2 wird, lösbar und in uns bekannten Verhältnissen auch tatsächlich gelöst worden. Praktische Ergebnisse. | Diese Ausschnitte aus der Fülle der besprechenswerten, prinzipiel- ) len Gesichtspunkte mögen genügen, um das Wesen des psychotechni- Schen Lehrganges zu beleuchten. Abschließend und diese Betrachtungen erhärtend dürften noch einige Angaben aus der mechanischen Lehrwerkstätte der Firma Gebrüder Bühler in Uzwil von allgemeinerem Interesse sein. Die nachfolgenden Erhebungen beziehen sich auf die ersten Lehr- linge, die seit Frühling 1926 nach den neuen Methoden ausgebildet wer- den. Sie wurden einzeln in Abständen von 2 bis 3 Tagen nacheinander eingestellt. Ihnen folgten noch Weitere, über die in den nachstehenden Tabellen lediglich deswegen keine Angaben enthalten sind, weil sie sich Mit den erstermittelten vollständig decken. In der ersten Reihe der untenstehenden Tabelle figurieren die Stundenzahlen, die zur Erlernung und zur Einübung des Flachfeilens benötigt wurden. In der zweiten Reihe ist die Gesamtstundenzahl für 61