Wir zweifeln nicht daran, daß diese Einsicht sich mit der Zeit über- se all einbürgern wird. Sie liegt in gleicher Weise im wohlverstandenen fü Interesse jedes Einzelnen, der Unternehmungen und der ganzen F; Wirtschaft. di —— m S: S F ALLGEMEINE SCHLUSSBETRACHTUNGEN. zZ X Die Gültigkeit der erörterten Prinzipien ist nicht auf die zur Sprache { gebrachten Arbeitskategorien beschränkt. Noch nicht veröffentlichte Arbeiten des Verfassers im Gebiet der Baubranche, der Bureauarbeiten i usw., lehren, daß die neue Methode uneingeschränkt auf alle Arten von ; Arbeit angewendet werden kann. Die Berechtigung zu dieser Annahme ; legt übrigens nicht nur in den sich bereits einstellenden Erfolgen, son- dern in der Allgemeinheit der psychologischen Gesichspunkte und ; Veberlegungen, von denen dabei Gebrauch gemacht wird. Es wäre so- gar angezeigt, zu Beginn jeder Lehre einen psychologisch aufgebauten d «Anlernkurs» zu organisieren; denn kein Lehrmeister hat heute noch die e nötige Muße, um einem neuen Lehrling die Anfangselemente systema- M tisch beizubringen. Indessen, es wäre kurzsichtig, momentan sichtbaren Vorteilen Zzu- & liebe eine Rationalisierung vorzunehmen, die für die Zukunft Gefahren { bringen könnte. Man hat schon viel geschrieben über die Folgen einer 6 zu weit gehenden Arbeitsteilung, einer Zergliederung, bei welcher der Mensch schließlich zum Automaten degradiert wird. Diese Gefahr ist 6 vielleicht größer in einem Fordbetrieb mit dem laufenden Band als im v vielseitigen Gewerbe. Immerhin ist zugunsten der modern organisierten h industriellen Betriebe wieder geltend zu machen, daß auch sie sehr viel u denkende und führende Angestellte brauchen und daß sicher auch eine große Zahl von Arbeitern, die anscheinend als Automaten arbeiten, keine 9 wesentlich qualifizierteren Arbeiten leisten könnten. Für die weitere ; Entwicklung dürfte der Gedanke wegleitend sein, daß Arbeiten, die ganz automatisch gemacht werden können, ihrer Natur nach von Ma- ; schinen (Automaten) übernommen werden sollten, während für Opera- tionen, bei denen gedacht oder gehandelt werden muß, ausschließlich Menschen in Frage kommen und diese also auch dafür aufgespart wer- den sollten. In allen Fällen verdient die Tatsache Beachtung, daß der sich über- lassene Mensch meistens aus Bequemlichkeit und wegen der Macht der Gewöhnung sehr rasch geneigt ist, bei den einmal gelernten Bewegun- gen stehen zu bleiben. Er entwickelt sich dann nicht mehr weiter, be- sonders wenn der Arbeitsertrag ihm genügend erscheint. Anläßlich der Erörterung des Trainings wurde gezeigt, wie schwer es hält, einen Men- 64