5 ad Beziehungen mit dem Auslande zum großen Teil auf den Gewohn- heiten und Einrichtungen des Mittelalters —, so ist doch die’ Be- gründung der Freiheit der Wendepunkt für die Geschicke des Landes geworden, nicht nur im politischen, sondern auch im wirt- schaftlichen Leben. Es entsteht auf der Grundlage der politischen Selbständigkeit alsbald ein neues, staatliches Gebilde, das die Er- innerungen einer von, dynastischen Interessen geleiteten Provinz mit erstaunlicher Schnelligkeit abstreift und voll una ganz in die Bahnen einer seine Geschicke selbst bestimmenden Wirtschafts- macht einlenkt. Mancherlei Sorge machte mir die Beschaffung der Literatur. Die deutschen öffentlichen Bibliotheken pflegen die Literatur des stammverwandten Holland nur in sehr beschränktem Maße. Selbst große, wichtige Sammlungen fehlen ganz oder finden sich nur in wenigen Exemplaren. Sogar das so vorzügliche holländische Anti- quariat versagte vielfach. Dennoch glaube ich, in meiner Dar- stellung das Wesentliche aus der einschlägigen Literatur verarbeitet zu haben. Das Buch war in der Hauptsache am 1. März 1926 abge- schlossen. Was an Literatur seitdem erschienen ist, konnte nur vereinzelt während der Drucklegung verwertet werden. Die Gruppierung des Stoffs hätte ich wohl etwas anders ge- wünscht; sie war mir aber durch den Herrn Herausgeber im Inter- esse der Einheitlichkeit des Handbuchs vorgeschrieben, und ich mußte mich diesem Wunsche fügen. Freiburg !. B.; 1: Februar 1027. Ernst Baasch. ei