aber doch nichts anderes als die Reaktion gegen das ähnliche Verfahren der Holländer in Deutschland. Außerdem machten sich auch seit dem 18. Jahrhundert die zahlreichen Hausierer, meist deutscher Nation, sehr unliebsam bemerkbar; zweifellos schädigten sie den einheimischen Kleinhandel nicht wenig!). Alles dies führte dazu, daß man in der Mitte des Jahrhunderts die Fremden in den Niederlanden mehr und mehr mit einer gewissen Geringschätzung betrachtete und behandelte; sie richtete sich namentlich gegen die Deutschen. Man warnte schon damals vor einem solchen Verhalten, das wirtschaftlich nicht klug war und im Widerspruch stand mit der alten Stammesgemeinschaft?). Die Handelsbeziehungen der Niederlande mit Frankreich standen in ihrem Umfang hinter denen der Niederlande mit dem Osten zurück; sie waren auch sehr unähnlich denen mit England. Ansprüche auf die Seeherrschaft, wie sie England erhob, lagen Frankreich fern; seine Macht beruhte, auch als es Kolonialmacht wurde, doch stets auf dem Festlande; und seine gewiß nicht bescheidenen Ansprüche berührten nur seine kontinentale Behauptung und Ausdehnung. Handelspolitisch trat es mit der Republik erst im 17. Jahrhundert in engere, dann allerdings nicht durchweg friedliche Berührung. Die Absichten Frankreichs auf die südlichen Niederlande wurden mit Recht von der Republik stets bekämpft; so sehr man während der Freiheitskämpfe die Freundschaft Frankreichs als. Gegengewicht gegen Spanien schätzte, ebenso scharf hat man, alsıspäter die Anzgrifispläne auf die südlichen Niederlande hervortraten, diese bekämpft. Als Nachbarn schätzte man Frankreich nicht, sowohl aus macht- wie wirtschaftspolitischen Gründen. Antwerpen und die einst blühenden flamischen Städte in französischen Händen hätten für die wirtschaftliche Entwicklung der Niederlande überaus gefährlich werden müssen. Andererseits war die franzosenfeindliche Politik Wilhelms III. für die Niederlande sehr wenig ersprießlich, da diese sich nun vor der unbestreitbaren Suprematie Englich Westfalen, in den Niederlanden als Krämer niedergelassen; vgl. auch Haepke, Der deutsche Kaufmann in den Niederlanden, S. 58. U Euzac, IV, S. 273. 2.De Koopman, I. S. 441. 318