—. 5.) — 1913 in Rotterdam 10203 Schifte mit 12 785 861 Tons netto, 1913 im Reiche 16 996. Schiffe mit 18 197 783 Tons netto. Daran war Rotterdam beteiligt mit 60% der Zahl und 70% des Schiffs- raumes‘?). Die Beteiligung der niederländischen Flagge an dem in Rotterdam ein- klarierenden Schiffsverkehr war allerdings noch weiter gesunken; von den 10 203 Schiffen mit 59 903 411 Brutto-Tons fielen nur 1560 Schiffe mit 10 486 487 Brutto- Tons auf die niederländische Flagge, was etwa 15% der Schiffszahl und 17% des Schiffsraumes ausmachte?). Der Dampfschiffahrtsverkehr fänd in den nörd- lichen Niederlanden nur langsam Eingang?). Eine schon 1815 von Gent her an die Amsterdamer Handelskammer ergangene An- regung, Dampfschiffe für den Binnenverkehr einzuführen, nament- lich für den Leichterbetrieb zwischen Amsterdam und Texel, fand keinen Beifall; die hohen Kohlenpreise wirkten abschreckend. Als dann im Mai 1816 das erste kleine englische Dampfboot über Veere nach Rotterdam kam und Propagandafahrten nach Köln und Antwerpen machte, im September auch vor Amsterdam er- schien, entstand in Rotterdam der Plan einer regelmäßigen Fahrt zwischen dieser Stadt und Antwerpen. Hieraus wurde nichts; der Postwagenverkehr, in seinen Interessen bedroht, trat hindernd dazwischen. Erst das 1823 bei der Firma J. W. Hoogendijk in Capelle an der Ijssel gebaute, doch mit englischen Maschinen versehene hölzerne Dampfboot ‚,De Nederlander‘‘ brach den Bann; es wurde für den Verkehr auf den Binnengewässern in Fahrt gesetzt. Die „Nederlandsche Stoomboot-Maatschappij‘“, die diesen Dampfer als ersten übernahm, war hauptsächlich mit belgischem Kapital, das sich unternehmender erwies als das holländische, gegründet; Hauptinteressent war Cockerill, der Industrielle in Seraing. Schon 1824 wurde der ‚,Batavier‘““ in die Fahrt nach London ein- gestellt. Sehr wenig Entgegenkommen fanden die Dampferpläne zu- nächst in Amsterdam. In der Binnenschiffahrt schienen die Inter- essen der Beurtfähren bedroht; auch fürchtete man eine Erhöhung der Frachten, eine Vermehrung der Brandgefahr. Die städtischen 1) Rotterd. Handelskammer. Auszug a. d. Jahresbericht 1913, A. d. Holl., Ss. .83.; 2) Rott. Handelskammer, a. a. O., Beilage IT. 3) de Boer, Geschiedenis d. Amsterd. Stoomvaart, I, S. ı ff.; auch für das Folgende. IC