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        <title>Holländische Wirtschaftsgeschichte</title>
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            <surname>Baasch</surname>
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      <div>der Generalstaaten die spanische Regierung 1650 ihr Einverständnis 
damit erklärte, daß jene Bestimmung auch für die in den Nieder- 
landen wohnenden Juden zutreffe!). Portugal hatte schon 1641 
in einem Vertrage mit den Generalstaaten dasselbe zugestanden. 
Doch hielten jene beiden Regierungen diese Zusage nur recht 
mangelhaft, und in ihren Ländern war der holländische Jude noch 
lange Zeit bei Ausübung des Handels Gefahren ausgesetzt?). 
Großen Anteil hatten die Juden auch am Handel mit Bra- 
silien während der holländischen Herrschaft. Das erklärt sich aus 
ihrer Beteiligung an der Kultur dieses Landes, über die zwar keine 
statistischen Nachweise vorhanden sind, die aber doch nicht ganz 
unbedeutend gewesen sein kann. Namentlich betrieben sie die 
Zuckerkultur sehr eifrig?). Mit dem Fall der holländischen Herr- 
schaft hörte aber auch diese Wirksamkeit der Juden auf, da sie 
von den Portugiesen nichts Gutes zu erwarten hatten; sie siedelten 
meist nach Surinam über, das damals in englischem Besitz war, 
1667 aber in den der Holländer überging*). Mit der Tätigkeit der 
Juden in der Zuckerkultur stand es im Zusammenhang, wenn sie 
1655 um die Erlaubnis nachsuchten, in Amsterdam eine Zucker- 
raffinerie zu errichten; das wurde ihnen gestattet, obwohl nach 
der Keur von 1632 den Juden alle bürgerliche Nahrung verboten 
war. Die städtische Regierung stellte sich aber auf den Standpunkt, 
daß es sich hier um einen Großbetrieb handle; daher genehmigte 
sie das Gesuch mit der Einschränkung, nicht unter 1000 Pfund 
und nicht weniger als ı Faß Sirup zugleich zu verkaufen; schon 
im nächsten Jahre bewilligte man ihnen auch den Verkauf über 
z00. Broden®). 
Lebhaft waren auch die Bemühungen der Juden für den 
holländischen Handel in den Barbareskengebieten. Hier spielten 
die Juden eine Rolle als diplomatische Vertreter der Sultane®). 
Das war für den Handel ohne Zweifel förderlich. So wurden Orte 
wie Saffi, Sale u. a. m. in oft lebhafte Handelsbeziehungen mit 
) Koenen, S. 152; 
?) Wolff, Eerste vestiging, X, S. 143 f. 
‘) Wätjen, Judentum und die Anfänge der mod. Kolonisation, S. 365 ff. 
') Ebenda, S. 5709 ff. 
) Bontemanjel,’ II, 8.498; vgl. Reesse; I, Su 127 ff. 
3. Koenen, S. 208 ff.</div>
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