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        <title>Holländische Wirtschaftsgeschichte</title>
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            <surname>Baasch</surname>
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      <div>lande, das sich nicht immer der Pflichten bewußt gewesen ist, -die
es als solches den Ländern des mittleren und oberen Laufes schuldete;
 sowohl in wirtschaftlicher wie technischer Hinsicht hat es
den Rhein, der ihm als Gabe des deutschen Hinterlandes in den
Schoß fiel, vielfach vernachlässigt und dadurch dazu beigetragen,
daß dieser Strom jahrhundertelang nicht die Rolle im Wirtschaftsleben
 des ganzen Stromgebiets gespielt hat, die ihm zukam. Gesündigt
 ist in dieser Beziehung freilich auch auf seiten der übrigen
Rheinuferstaaten worden‘).
Ohne den Rhein war ja ein großer Teil des niederländischen
Zwischenhandels gar nicht denkbar. Rheinaufwärts gingen Kolonialprodukte,
 Fische, Salz, Butter, Käse, Öl, Tran, Wolle, Felle usw.°).
Noch wichtiger war für die holländische Aus- und Durchfuhr der
Rhein. Die Rhein- und Moselweine, Eisen, Holz, Steine, Tras,
Galmei, Getreide usw. kamen rheinabwärts nach Rotterdam,
Dordrecht, Amsterdam und wurden von hier aus weiter verschifft,
soweit sie nicht in den Verbrauch des eigenen Landes übergingen.
Im Jahre 1667/68 wurden nicht weniger als 109 390 Pfund Galmei
von Amsterdam ausgeführt?); sie werden, da die Einfuhr zur See
nur 700 Pfund betrug, vom Niederrhein gekommen sein. Ebenso
kamen die Elberfelder Garne damals mit 57752 Pfund von Amsterdam
zur Ausfuhr, zweifellos auch auf dem Rheinwege*). In Rotterdam
bestand im 18. Jahrhundert ein zu den größten europäischen Stahlund
 Eisenwarenhäusern zählendes Unternehmen: Joh. Hart-Cop,
 später J.F. Hoffmann ; die Inhaber stammten aus dem
Bergischen und bezogen das Rohmaterial für ihre Handlung und
Fabrikation, fertiges Stab- und Reckeisen, aus Deutschland, sicherlich
 auch mittels der Rheintransporte®). Noch viele andere
Beispiele von Bezügen über den Rhein ließen sich anführen®). Der
1) Über den Rhein und das niederländische Stromgebiet vgl. Blink,
Nederland, 1, S: 262 ff.
?) Vgl. die Liste der rheinaufwärtsgehenden Lebensmittel 1582: Japikse,
Resolutien, III, S. 489.
3) Brugmans, Statistiek, S. 139.
%) ‚Ebenda SS. z44;  vel. vv. Ranke, 5.43.
5 Hoffmann; S. 94 ff:
6) Im ausgehenden Rotterdamer Verkehr nahm um die Mitte des 18. Jahrhunderts
 Deutschland die erste Stelle ein; 1753 gingen nach Deutschland Waren
im Werte von 4 493 242 fl., außerdem nach Hamburg usw. für 270 521 fl., der Wert

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