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        <title>Holländische Wirtschaftsgeschichte</title>
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Zweck schon in Hamburg, Bremen und Lübeck gearbeitet hatte!); oder der Ingenieur
 Wilhelm de Raet, der Ende des 16. Jahrhunderts die. Wasserbaupläne
 des Herzogs Julius von Braunsc hweig prüfte?), und viele andere.
Diese Persönlichkeiten sind aber mehr unter dem Gesichtspunkt gelegentlicher
Berufungen zu beurteilen?).
Alles in allem genommen hatten die Niederländer ein großes
Interesse an guten und geregelten Handelsbeziehungen mit dem
Reich. Da dieses einer einheitlichen Handelsgesetzgebung und
Handelspolitik entbehrte, war es vor dem 19. Jahrhundert ein ausgezeichnetes
 Feld für die holländische Handelsbetätigung. Nirgends
hat sie über eine freiere Bewegung verfügt wie hier. Deutschland
war in dieser Hinsicht Frankreich weit vorzuziehen. Zwar hatten
die Niederländer auch in Frankreich zahlreiche Agenten und Faktoren.
 Deutschland aber wurde von holländischen Geschäftsreisenden
 zeitweilig überschwemmt*); unter dem Namen ‚holländische
Waren‘ kannte und kaufte man hier noch bis ins 19. Jahrhundert
hinein die kleinen Erzeugnisse der holländischen Textilindustrie,
die z. T. durch Hausierer vertrieben wurden, in der Regel allerdings
gar nicht holländischen Ursprungs waren. Aber schon in der Mitte
des 18. Jahrhunderts erhob sich eine Gegenbewegung von Deutschland
 aus gegen die holländische wirtschaftliche Invasion. Nun
machte sich der Einfluß des fremden, namentlich deutschen Handels
in den Niederlanden bemerkbar und zwar auf eine Weise, die von
dem früheren Auftreten sich wesentlich unterschied. Während vorher
 die ausländischen Kaufleute ihre Waren nach Holland an die
großen Ladenbesitzer sandten, die sie dann im kleinen wieder in
Stadt und Land verbreiteten, kamen nun im Sommer die auswärtigen,
namentlich deutschen Kaufleute selbst nach Holland, mieteten ein
paar Zimmer, füllten sie mit Waren und verkauften aus diesen
Lägern, oft nur in kleineren Mengen und an jedermann, selbst an
Privatleute. Im Herbst verließen sie dann mit gefüllten Taschen
das Land®). Das wurde in Holland schmerzlich empfunden, war
bg !) Hülshof, S. 548 ff.
?) P. Zimmermann, Herzog Julius v. Braunschweig, S. 57.
3) Zahlreiche Architekten, Ingenieure aus Holland im brandenburgischen
Dienst nennt Galland, Der Gr. Kurf. und Mor. von Nassau, S. 190 ff.
*) Vgl. die Instruktion für die holländischen Reisenden in Deutschland,
Preußen und Polen in De Koopman, I, S. 98 ff.
5 De Koopman, II, (1770), S. 213. Nach Blok, Geschiedenis v.
h. ned, Volk, V, S. 369 haben sich schon im 17. Jahrhundert viele Deutsche, nament-</div>
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