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        <title>Holländische Wirtschaftsgeschichte</title>
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            <surname>Baasch</surname>
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      <div>einen direkten Handel mit dem Norden und nach der Ostsee zielenden
 Pläne, die zum großen Teil gegen die Niederländer sich richteten,
 ins Werk zu setzen und die 1669 errichtete Compagnie du
Nord schnell Schiffbruch litt!), so hat andererseits der Tarifkrieg,
den er gegen die Niederlande führte und der namentlich seit 1671
sehr scharfe Formen annahm, den Niederländern viel Abbruch
getan?). So wurden holländische Tuche von 133 Fr. im Zolltarif
von 1664 auf 183 Fr. in dem von 1667 gesteigert ; Seidenstrümpfe,
die 1664: 2,10 Fr., die 12 Paar an Zoll kosteten, wurden 1667 auf
2,10 Fr. für ein Paar erhöht; Wollstrümpfe von 3,46 Fr. für 12 Paar
auf 16,44 Fr. für 12 Paar. Die Erhöhungen von 1664 auf 1667
beliefen sich bis zu 366%%3). Der holländische Zucker wurde in
Frankreich jetzt sehr hoch belastet, was von den Amsterdamer
Zuckerraffinerien hart empfunden wurde und viele Beschwerden
hervorrief*). Dazu kam dann seit 1659 das französische Faßgeld
von 50 Sous auf die Tonne. Mit diesem plante Frankreich die eigene
Schiffahrt zu fördern und einen größeren Anteil an der allgemeinen
Frachtfahrt zu gewinnen; die Maßregel richtete sich vorzüglich
gegen die Niederländer. Während in der Mitte des
7. Jahrhunderts von den etwa 20000 Seeschiffen,
 die Europa besaß, allein auf die Nieder:
länder ı5—ı16000 fielen, hatten die Franzosen
deren nur 5—600 und auch nur solche von geringer
 Tragfähigkeit®). Doch hat, so lästig jene Abgabe
der niederländischen Reederei fiel, sie Frankreich doch nicht den
gewünschten Erfolg gebracht.
In den Verwicklungen zwischen den Niederlanden und England
 nahm Frankreich eine neutrale Haltung ein, obwohl es mit
) Elzinga, 5. 98ff.
2 Elzinga, S. 188.
) Levasseur, I, S. 358.
) Brugmans, Collegie van Commercie, S. 189 ff.
5 Levasseur, 1, S. 409. Elzinga, S. 164 £f., 188 £/ NachMalvezin,
 II, S. 261, der sich auf Colberts !Angaben bezieht, jwaren es insgesamt
 25 000 Schiffe und der französische Anteil 5—6000, was wohl irrig ist. Daß
der größte Teil des französischen Seehandels mit holländischen Schiffen getrieben
wurde, erwähnt auch de la Court, Interest van Holland (1662), S. 161. Die
seit langer Zeit bestehende Börtfahrt zwischen Amsterdam und Rouen scheint von
Schiffen beider Nationen betrieben worden zu sein.
Baasch, Holländische Wirtschaftspeschichte.,

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