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        <title>Holländische Wirtschaftsgeschichte</title>
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            <surname>Baasch</surname>
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      <div>ZZ 405 =
wirtschaft; die Krisenjahre hatten gelehrt, daß, wenngleich der Weg
direkter materieller Unterstützung für den Landbau nicht empfehlenswert
 erschien, doch noch andere wertvolle Mittel zu Gebote
standen, um einen so wichtigen Teil der Volkswirtschaft vor dem
drohenden Untergang und weiteren großen Opfern zu bewahren.
So schuf man 1897 im Ministerium des Innern eine „Abteilung
Landbau“‘“, die seit 1905 als „„Directie van den Landbouw“‘ eine
Abteilung des damals neu errichteten Ministeriums für Landbau,
Gewerbe und Handel wurde. Auch sonst förderte die Regierung
durch die Pflege des landwirtschaftlichen Unterrichtswesens die
Verbesserung der Kenntnisse der Landwirte ; die 1876 begründete
„Rijkslandbouwschool‘“ in Wageningen bildete den Mittelpunkt
dieser Bestrebungen‘).
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich dank
der Energie und Einsicht der landwirtschaftlichen Bevölkerung
die Landwirtschaft in aufsteigender Linie. Ihr praktisches Ziel
war zunächst eine Herabsetzung der Produktionskosten, die nur
durch eine wissenschaftlich-methodische Arbeitsweise zu erreichen
war; mit geringerem Kapital- und Arbeitsverbrauch war höherer
Gewinn zu erzielen. Das suchte man bei der Düngung, der Zucht
und Fütterung der Tiere, der Verarbeitung der Milch usw. zu erreichen.
 Dadurch ermöglichte sich eine Aufwärtsentwicklung der
Betriebserträge. Am intensivsten gestaltete sich die Wirtschaft in
den Sandgegenden. Hier waren Anfang des 20. Jahrhunderts 20—35 %
des Kulturbodens dem Getreidebau eingeräumt, während in Friesland,
 Holland, Utrecht nur 6% diese Bestimmung erhielten. Seit
der Agrarkrise nach 1877 gaben diese Sandwirtschaften die Getreideproduktion
 für den Markt mehr und mehr auf und stellten
die Wirtschaft darauf ein, daß alles, was vom Acker kam, in der
eigenen Wirtschaft für tierische Produktion eingesetzt wurde; Milch,
Butter, Eier, Schweine, Rinder brachte der Landmann nun zu
Markt?). Überall, auch in den Marschwirtschaften und den vor-1)
 Ned. Landbouw, S. 9ı ff., 106 ff.
*) Frost, Agrarverfassung, S. 232. So stieg der Antrieb von Vieh auf
dem altbekannten Markt von Leeuwarden von 119573 Stück im Jahre 1904 auf
219 748 Stück im Jahre 1905 (Visscher, Leeuwarden, S. 179). Auch aus van
der Kloot Meyburg, De econ. ontwikkeling, S. 48 f., ist die starke Zunahme
 des Viehstandes ersichtlich.</div>
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