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        <title>Holländische Wirtschaftsgeschichte</title>
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      <div>aus indirekten Abgaben (Stempel usw.) 1841/50: 3,09 fl.; 1912: 4,94 fl. 
„ Zöllen 1841/50: 1,65 „= 1012; 2,60 -,,4) 
Die Belastung durch die Verbrauchssteuern (Akzisen) hat sich also immer 
noch stärker entwickelt als diejenige durch die direkten Steuern?). 
$ 8. Bank- Geld- und Börsenwesen. 
An dem wirtschaftlichen Wiederaufbau nach 1814 hat das 
Bankwesen seinen, wenn auch bescheidenen Anteil gehabt. Es 
bedurfte zunächst erst selbst einer Reorganisation. Die Amster- 
damer Wechselbank, auf die sich nahezu 200 Jahre das nieder- 
ländische Geldwesen gestützt hatte, trug schon längst die Keime 
ihres Unterganges in sich. Sie war errichtet in erster Linie mit 
dem Zweck, den Handel mit Münzsorten zu kontrollieren und zu 
regeln; das war hinfällig geworden, da der Großhandel fast gar nicht 
mehr mit barem Gelde arbeitete, sondern mit Wechseln. Daher 
wurde die Bank durch königl. Dekret vom 19. Dezember 1819 auf- 
gehoben?). Auf völlig anderer Grundlage beruhte die 1814 er- 
richtete „Nederlandsche Bank“; sie war Noten- 
bank und sollte in dieser Eigenschaft den Bedürfnissen des Geld- 
markts dienen; ferner durfte sie Silber ausprägen und Wechsel 
diskontieren. Den eigentlichen Zahlungsverkehr vermittelten die 
Kassiersgesellschaften, deren es in Amsterdam zwei gab. 
1) Jaarcijfers v. h. Koningr. d. Nederlanden. Rijk in Europa, 1913, S. 311. 
2?) Die Schlachtsteuer stieg per Kopf der Bevölkerung von 0,69 fl. im Jahre 
1884 auf 0,75 fl. im Jahre 1904 (Vliegen, S. 166). 
3) Vgl.obenS.221f.; Osiander, Beleuchtung, S. 233f., bedauerte die Aufhebung 
der Wechselbank, die er der Lauheit des größeren Teils des Amsterdamer Handels- 
standes zuschrieb; die Nederl. Bank könne als Notenbank den Verlust der Girobank 
nicht ersetzen. Unter den befragten niederländischen Handelskammern sprach 
sich aber allein die Amsterdamer für die Erhaltung der Bank aus; auch sie brachte 
freilich allerlei Bedenken vor; die anderen Kammern waren ablehnend (vgl. 
van Dillen, S.627ff.). Noch im Sommer 1818 wurde jedoch eine Eingabe zahl- 
reicher Amsterdamer Kaufleute, die sich für die Erhaltung der Bank aussprachen, 
überreicht; es waren darunter die ersten Häuser, so Hope, Willink, Crom- 
melin, Marselis usw.; sie erachteten die Bank namentlich notwendig für 
die Erhaltung des Münzsortenhandels; im übrigen war ihnen offenbar die Bank 
mehr das Symbol der alten Handelsblüte, von dem man sich nicht leichtherzig 
trennen dürfe (ebenda, S. 670 ff.). Man dachte übrigens noch 1824 an die Errich- 
tung einer neuen städtischen Girobank in Amsterdam, kam damit aber nicht zu- 
stande (van den Berg, Plannen, S. 225 ff.). 
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