; Anhang. Resolution über Persien. Eingereicht durch die Revolutionäre Republikanische Partei Persiens. Die persische Delegation beantragt folgende vier Punkte über die wichtigsten Fragen des persischen Volkes annehmen zu wollen: 1. Das persische Volk verlangt die Annullierung der ungleichen Verträge und der Kon- sulargerichtsbarkeit, die durch die imperialistischen Länder mit Gewalt dem persischen Volke aufgezwungen wurden; 2. Annullierung aller Konzessionen, die durch zwei Jahrhunderte englischer Herrschaft dem persischen Volk auferlegt wurden, und die das persische Volk an den Rand des Ab- grundes brachten; 3. Riza Khan kommt mehr und mehr unter englischen Einfluß; nur durch die aufmerk- same Kontrolle der großen Massen kann die Auslieferung Persiens an den englischen Impe- rialismus verhindert werden. Es lebe der Befreiungskampf der unterdrückten Völker! Es lebe die Einheitsfront des Proletariats und der unterdrückten Rassen! Es lebe der Kongreß der Unterdrückten! Für die Revolutionäre Republikanische Partei Persiens: Ahmed Assadoff; Alavi Martesa, Zu Kapitel IV (Nordamerikanischer Imperialismus). Resolution. Dem Kongreß gegen koloniale Unterdrückung und gegen den Imperialismus von Roger N. Baldwin, Sekretär „American Civil Liberties Union‘ New York City, unterbreitet. Die Vereinigten Staaten besitzen sechs Inselkolonien, deren Gesamtbevölkerung sich auf ı5 Millionen Malaien und Neger beläuft, und die sich im Pazifischen Ozean und den westindischen Gewässern befinden: Hawaii, Samoa, die Philippinen und Guam im Pazi- fischen Ozean; Porto Rico und die Virginischen Inseln in der Westindischen Inselgruppe. Drei dieser Inselgruppen wurden im spanischen Kriege erobert: die Philippinen mit einer Bevölkerung von ı2 Millionen, Porto Rico mit einer Bevölkerung von 1,5 Millionen und Guam, ein Flottenstützpunkt im Pazifischen Ozean, mit 13000 Eingeborenen. Durch ein Vorgehen, das man „schonungsvoll‘“ als ‚,Besetzung‘“ bezeichnet, wurden Hawaii und Samoa besetzt, nachdem die Geschäftsleute den Weg gebahnt hatten. Die Virginischen Inseln, die einen guten Hafen auf dem Wege zum Panama-Kanal bieten, sind im Jahre 1917 von Dänemark gekauft worden. Vier dieser sechs Kolonien befinden sich nicht unter militärischer oder Marine-Kontrolle, sondern sind mit Formen einer gewissen Autonomie in der Lokalverwaltung ausgestaltet. Die anderen zwei, Hawaii und Porto Rico, haben Vertreter im Kongreß. Die Philippinen, denen die Unabhängigkeit schon seit langer Zeit versprochen wurde, sind in Washington durch einen Kommissar vertreten, der einen Sitz im Kongreß, jedoch kein Stimmrecht hat. Die Bewegung, sich von der amerikanischen Kontrolle zu befreien, ist nur auf den Philippinen besonders stark. Eine schwache Unabhängigkeitsbewegung besteht in Porto Rico. Auf den Virginischen Inseln und Samoa will man jetzt das System der Marineverwaltung durch Zivilgouverneure, Autonomie und das amerikanische Staatsbürgerrecht ablösen. Das sind die Tatsachen. Der Kongreß wird daher gebeten, zu beschließen: 1. daß der Kampf der Philippinen für ihre nationale Unabhängigkeit ungestört ge- führt werden kann und ihm jede mögliche Unterstützung in der ganzen Welt ge- währt werde; 2. die Virginischen Inseln und Samoa in ihren Bestrebungen nach Zivilverwaltung, Autonomie und amerikanischem Staatsbürgerrecht zu unterstützen; 3} allen Bewegungen der amerikanischen Kolonien für politische und wirtschaftliche Befreiung Beistand zu gewähren. 256