ANhang. Weitere Resolutionen. Belgische Resolution. In Anbetracht, daß die koloniale Unterdrückung und der Imperialismus nicht nur das verhaßte und veraltete System der wirtschaftlichen Ausbeutung der Völkerschaften der über- seeischen Länder, sondern auch eine ständige Gefahr für die Völker der imperialistischen Länder durch die mit ihm verbundenen Militärabenteuer bilden, in Anbetracht, daß die Delegation der hundert Millionen der versklavten überseeischen Menschheit mit Recht erklärt, daß sie die Methoden und Auswüchse des Kolonialismus nicht länger ertragen können, in Anbetracht, daß diese Tatsache beweist, daß die sofortige Befreiung der kolonialen und halbkolonialen Länder eine geschichtliche Notwendigkeit darstellt, der das kapitalistische System nicht mehr entgehen kann, in Anbetracht, daß unter den gegenwärtigen Umständen die Handarbeiter und Intellektu- ellen der imperialistischen Länder, wie alle Elemente, die für edle und humanistische Ideale kämpfen, mit all ihren Kräften den unterdrückten Völkern in ihrem Befreiungskampf helfen müssen, . begrüßt die belgische Delegation am Brüsseler Kongreß die Schaffung einer Weltliga gegen /koloniale Unterdrückung und Imperialismus. Sie beschließt, sich dieser Weltliga als belgische Sektion anzuschließen, und gelobt sich, auf dem nächsten internationalen Kongreß gegen koloniale Unter- drückung und Imperialismus, die belgischen Kolonisierungsmethoden öffentlich durch die belgische Delegation mit der gleichen Schärfe aufzuzeigen, wie dies im Verlauf der Debatte mit den britischen, französischen und anderen Imperialismen getan wurde. und hofft, daß die Liga in die Lage kommt, ein neues konstruktives System zu ermitteln, das aufgebaut werden soll, um durch eine freie politische und wirtschaftliche Zusammen- arbeit unter gleichen und unabhängigen Völkern das niedrige gegenwärtige System, das zu- gunsten einer kapitalistischen Klasse besteht, zu ersetzen. Es lebe die nationale Freiheit und soziale Gleichheit! Resolution der asiatischen Delegationen. Der internationale Kongreß gegen koloniale Unterdrückung und Imperialismus in Anbetracht, daß es in Asien keine freien Gebiete für den Kolonialimperialismus gibt, in Anbetracht, daß alle asiatischen Gebiete seit Jahrhunderten das Erbe der verschie- denen einheimischen Nationen sind, in Anbetracht, daß diese Nationen hier Staaten aus sich selbst herausgebildet haben, in Anbetracht, daß die orientalischen Nationen, die eine alte Zivilisation besitzen, ein Anrecht haben, wie die abendländischen Völker, ihre Geschicke selbst zu bestimmen, in Anbetracht, daß die politische Unabhängigkeit eine unerläßliche Lebensbedingung der Völker ist, und daß keine Nation einer Oberhoheit unterworfen werden darf, die sie ablehnt, fordert, daß alle am Kongreß teilnehmenden Gruppen sowie die ständige Organisation, die auf Grund der Beschlüsse gebildet werden soll, alles unternehmen, um Asien vom Imperialismus und der kolonialen Unterdrückung endgültig zu befreien. Resolution. Vorgeschlagen von der juristischen Kommission. Der Kongreß gegen koloniale Unterdrückung und Imperialismus in Brüssel beschließt, daß es notwendig ist, eine juristische Sektion der Weltliga gegen Imperialismus und kolo- 262