4 Anhang. Sia Ting Li Pin Reng, Siao Tchen Hoin, Tang Kin Pei, Y. S. Hsich, Tsan Mai Ming, Kuo Ming Tang, Paris; J. A. Mella, Sekretär der Allamerikanischen Anti-imperialistischen Liga, Mexiko; Leonardo Fernando Sanchez, Volksuniversität Jose Martin; Vereinigung der Studenten Latein-Amerikas in Paris. C Begrüßungen durch Briefe und Telegramme a3 Deutschland. Professor Albert Einstein begrüßt den Kongreß mit folgenden Worten: „Es ist heute in Europa jedem Denkenden klar, daß die bisherige Vor- herrschaft weniger Völker weißer Rasse keiner geistigen oder moralischen Überlegenheit der Technik und Organisation entsprach. Es war in der Haupt- sache keine Führung im edlen Sinne des Wortes, sondern Unterdrückung und Ausbeutung. In Ihrem Kongreß verkörpert sich das solidarische Streben der Unterdrückten nach Selbständigkeit. Ich wünsche Ihrem edlen Streben Erfolg und bin überzeugt, daß ein Ge- lingen des von Ihnen in Angriff genommenen Werkes allen zugute käme, denen Menschenwürde am Herzen liegt.“ Professor L. Quidde schreibt im Namen des Deutschen Friedenskartells: „Im Auftrage des Deutschen Friedenskartells beehre ich mich, unsere Sympathien für den Gedanken eines Protestes gegen kolonialen Imperialis- mus und gegen koloniale Unterdrückung zum Ausdruck zu bringen. Unsere stellvertretende Vorsitzende, Frau Dr. Helene Stöcker, wird ja voraussichtlich Gelegenheit haben, in diesem Sinne noch mündliche Ausführungen zu machen. In Beurteilung der Kolonialfragen gehen im übrigen, wie auch Frau Dr. Stöcker Ihnen sagen wird, die Ansichten innerhalb des Kartells ziemlich weit auseinander. Die einen fordern radikalen Verzicht auf jede Art von Kolonialbesitz und Kolonialverwaltung, auch von Kolonialmandaten. Die anderen, zum Teil alte Gegner jedes Erwerbs von Kolonien durch Deutsch- land, glauben, daß, so wie die Dinge heute liegen, eine Entwicklung zur Freiheit und Selbständigkeit der gegenwärtig unter Fremdherrschaft stehen- den Völker am ehesten zu erhoffen ist durch eine Ausdehnung des Mandats- systems und Stärkung der Befugnisse der Mandatskommission des Völker- bundes mit dem Ziel der vollkommenen Internationalisierung aller Kolonien. Eine solche Stellungnahme erscheint manchen in unseren Reihen als die unvermeidliche Konsequenz der Tatsache, daß das Deutsche Friedenskartell so gut wie einmütig für den Völkerbundgedanken und für den Eintritt Deutschlands in den bestehenden Völkerbund sich eingesetzt hat. Von anderen 26: „us