weit ich feststellen konnte, im amerikanischen Berg- bau nicht vor. Während in den Non-Union-Mines die Arbeitszeit: der einseitigen Feststellung seitens der Zeche unterliegt, gründet sie sich in den Union- Gebieten auf den Tarifvertrag. Soweit erkennbar, er- geben sich jedoch aus diesem Unterschied keine wesentlichen Abweichungen. Dem Namen nach besteht in den Union-Gebieten wie bei uns der 8stündige Arbeitstag, aber dieser versteht sich dort nicht vom Betreten des Förderkorbs bis zum Wiederbetreten, sondern in diese 8 Stunden sind die Wege und Pausen nicht eingeschlossen. So heißt es in der zurzeit gültigen Abmachung für den Anthrazitbergbau: »Ein 8-Stundentag bedeutet 8 Stunden tatsächliche Arbeit für alle Arbeitergruppen an dem üblichen Arbeits- platz, Mittagspause nicht einbegriffen, und zwar für 6 Wochentage, sofern der Unternehmer sein Berg- werk in diesem Umfang zu betreiben wünscht, mit alleiniger Ausnahme gesetzlicher Feiertage.« Diese Vorschrift gilt für die gesamte Belegschaft, also auch für die Gedingearbeiter. Im Weichkohlenbergbau, soweit seine Verhältnisse tarifvertraglich geregelt sind, bezieht sich dagegen die sonst im gleichen Sinne zu verstehende 8stündige Schicht nur auf die Schicht- löhner, während die Gedingearbeiter nicht darunter fallen. Aber ungeachtet der anders lautenden Festsetzung Schichtzeit der des Tarifvertrages bestimmt ebenso wie im Weich- Gedinge- kohlenbergbau auch im Hartkohlenbergbau der Ge- arbeiter. dingearbeiter selbst die Länge seiner Schicht, und zwar hört er im allgemeinen auf, wenn er sein Soll oder das, was er dafür hält bzw. was der Gewerk- verein als solches festsetzt, erreicht hat, wobei er neben dem Maße seiner Ermüdung vor allem von der Höhe des erzielten Lohnes ausgeht. Nach einer neuen Erhebung des Bureau of Mines (s. Zahlentafel 27) ist der sogenannte Contract-Miner — unser Hauer — im Hartkohlenbergbau 7 st 30 min im Durchschnitt in der Grube, davon 6 st 48 min an seiner Arbeits- stelle; der Weg zu und von dieser erfordert mithin 42 min. Die reine Arbeitszeit stellt sich um eine halbe Stunde kürzer als der Aufenthalt vor Ort, da das Früh- stück diese Zeit beansprucht. Mit 6 st 18 min ist sie fast gerade so lang wie zurzeit bei uns. Im Weich- kohlenbergbau hat die betreffende Erhebung für das Jahr 1924 für die Hauer eine Schichtzeit von 8 st 24 min festgestellt, bei einer Aufenthaltsdauer vor Ort 58