JO 3 6U Tarjvertragsstaeten Gemischt Überwiegend | nicht Tarifverfragsstaaten Abb. 46. Vordringen der Nicht-Tarifvertragsstaaten im Weichkohlenbergbau (1926 gegen 1920 = 100). die Förderung der Vertragsstaaten in stärkster Ab- nahme, während die Non-Union-Staaten entsprechend gewonnen haben. Dem Verlangen der Arbeitgeber auf eine bewegliche Lohnskala, die unter Berücksichti- gung der in den Non-Union-Gebieten geltenden Sätze aufgestellt werden sollte, hat der Gewerkverein nicht stattgegeben, und so ist der Streik unabwendbar geworden. Er hat jedoch nur einen beschränkten Umfang angenommen. Im Gefühl seiner Schwäche hat der Gewerkverein von seiner bisherigen Taktik, bei Nichterneuerung des Tarifabkommens seine gesamten Mitglieder zum Ausstand aufzurufen, ab- gesehen und den Belegschaften der einzelnen Bezirke oder Gruben gestattet, solange ein neues Gesamt- abkommen noch aussteht, unter den alten Bedingun- gen weiterzuarbeiten. Davon ist reichlich Gebrauch gemacht worden. Infolgedessen dürften kaum mehr als 150000 Mann im Ausstand sein. Eine Be- einflussung des Weltkohlenmarktes in nennenswertem Maße durch den Ausstand ist vorläufig bei der Größe der vorhandenen Vorräte und der Fähigkeit der nicht in Mitleidenschaft gezogenen Gruben, den Ausfall einigermaßen zu decken, nicht zu erwarten. Wie der Ausstand ablaufen wird, läßt sich nicht sagen; die Widerstandskraft der Unternehmer ist dadurch sehr herabgemindert, daß ihnen bei einem allzu langen 78