Gebiet in Frage kommenden Personen möglichst genau kennen. So sollte ein wissenschaftlicher Verleger über den für ihn in Be- tracht kommenden Kreis der Hochschuldozenten und ihre für ihn geschäftlich wichtigen Eigenschaften genau buchführen, wie ja auch Verleger mit Recht genau feststellen lassen, welche Zei- tungen und Zeitschriften ihre Bücher gut, kurz oder gar nicht besprechen. Auch beim Reklamegespräch (Verkaufsgespräch) sind natürlich die oben erläuterten Prinzipien des Aufmerksam- keits-, des Gedächtniswertes usw. maßgebend. Doch ist hier der sonst seltene Fall der sofortigen Wirkung durch unmittelbare Aufträge häufig und jedenfalls kräftig anzustreben. Die Schwan- kungen der Persönlichkeiten und Interessen und die Tatsache der momentanen Persönlichkeit verlangen gebieterisch, daß man hier gleich möglichst viele Aufträge mitnimmt und ja nicht auf spätere schriftliche Wünsche des Publikums rechnet. Auch der Buchhändler, der Vorträge über Autoren halten läßt, deren Werke er verkaufen will, sollte sein Geschäft möglichst schon im Vestibül des Vortragshauses machen. Lehrbücher und Werke, die von Hochschulprofessoren empfohlen werden oder gar in Seminarübungen gebraucht werden, sollten nicht nur in wissen- schaftlichem Interesse, sondern auch in rein geschäftlichem am Anfang des Semesters, wo die wissenschaftliche Einstellung der Studenten am stärksten zu sein pflegt, in den Schaufenstern der Buchläden ausgestellt sein und zur Verfügung der Käufer stehen. Sehr wichtig ist es endlich für den Assoziationswert des Ver- kaufsgesprächs, daß der Geschäftsmann sich der großen Bedeu- tung der Suggestivfragen bewußt sei, von denen wir im letzten Abschnitt ausführlich handelten. Wenn die Ansichten der Men- schen so sehr von den Fragen abhängen, die wir an sie richten, so müssen auch ihre Kaufwünsche durch Fragen geleitet werden können, Unter richtiger Verwendung der oben mitgeteilten sechs Regeln zur Vermeidung gewisser Einstellungen können wir fol- 4 44