26 Bewertung der Arbeit größter Stolz. Daher kennt auch jeder das Wirtschaftsleben seines eigenen Landes in einem ganz anderen Umfange, wie es in Europa der Fall ist, und alles, was hier geschieht, erweckt sein Interesse. Es bereitet ihm eine F reude, das was er hier geschaffen, zeigen zu können, und jeder Ausländer wird mit Vergnügen die zahlreichen Gelegenheiten ergriffen haben, die sich ihm bieten, Einblicke in die Bureaus, Fabriken, Berg- werke, Farmbetriebe usw. tun zu können ; hier waltet eine Liberalität, die in krassem Gegensatz zu der Engherzigkeit, Kleinlichkeit und Geheimnistuerei steht, die auf diesem Ge- biete in allen europäischen Ländern in mehr oder minder hohem Grade herrscht. Alles wird nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten be- trachtet, alles ist nur für den Erwerb da, der Amerikaner sieht nicht das Land, sondern Grundstücke, nicht die Felder, son- dern den Ertrag, nicht den Wald, sondern Holz, nicht den Wasserfall, sondern die Pferdekräfte. An jedem Ding inter- essiert ihn zunächst die wirtschaftliche Seite. Als ein Schwarm von Amerikanerinnen in Paris an das Grab des unbekannten Soldaten mit der ewig brennenden Flamme herangeführt wurde, war die erste Frage an den Führer: „What do you burn? oil?“ Der Amerikaner, hat ein amerikanischer Soziologe gesagt, ist der wahre Antibuddhist, der Occidentale zur nten Potenz erhoben 37, Arbeit ist Ausfüllung und Erfüllung seines Daseins und wenn bei ihm die Hochschätzung der Arbeit, wie sie der Kapitalismus gebracht hat, eine solche