d2 Bewertung der Zeit a auch der Geschäftsmann oft recht freigebig mit ihr um- gehe*7, und auch Shadwell hat hervorgehoben, daß die be- rühmte amerikanische Schnelligkeit sich im amerikanischen Geiste und in den Maschinen, aber nicht beim einzelnen Ameri- kaner finde: die elektrischen Wagen rasen, aber die Menschen nicht48, Der Eindruck des Jagens, des Ruhelosen entsteht nach ihm in erster Linie dadurch, daß der Amerikaner jede Stunde des Arbeitstages ausgefüllt wissen will; er liebt keine Intervalle, sondern eines soll sich unmittelbar an das andere anschließen. Überall, wo er ist, will er ein festes, pausenloses Tagesprogramm haben, und diese straffe Regelung der Zeit läßt nach außen hin das innere Gehetztsein gar nicht so sehr in Erscheinung treten. Seine Philosophie ist: Du mußt ge- legentlich schnell sein, um' nicht ständig in Eile zu sein %9, Gerne gibt er Geld aus, um seine Zeit zu schonen, während der europäische Geschäftsmann viel eher geneigt ist, das um- gekehrte zu tun. Aber wichtiger als die Geschwindigkeit ist ihm Bequemlichkeit, Mühe sparen, gilt ihm mehr als Zeit sparen. Er zieht es vor zu fahren, auch wenn er aus Erfah- rung weiß, daß er zu Fuß viel rascher vorwärts kommen würde, er wartet auf den, Lift, selbst wenn er mit wenigen Schritten sein Ziel erreichen könnte. Er wird aber auch nicht unruhig, wenn er etwa bei einer Bahnfahrt längere Aufenthalte hat, wenn er warten, wenn er lange Zeit sich irgendwo. auf- stellen muß; alles das nimmt er mit einer Gemütsruhe hin, die schlecht zu der Vorstellung des ewig hastenden Ameri- kaners paßt. Dieses kommt für den Ausländer hauptsächlich