Monopolisierung der wirtschaftlichen Güter 79 starrung, die der Nationalreichtum erhalten hatte, die anscheinend kaum noch zu brechende Macht der Trusts, das ist es, wogegen man anfängt sich aufzu- bäumen. Die technischen und wirtschaftlichen Leistungen der großen Korporationen, die Verbesserung und Verbilligung der Waren, die man ihnen verdankt, werden durchaus anerkannt, aber die in ihrem Wesen liegende Unpersönlichkeit verstößt gegen den ersten Grundsatz amerikanischen Wirtschaftsge- barens, den wirtschaftlichen Individualismus. Sie drücken den einzelnen zu einer völlig unselbständigen Nummer in dem großen Getriebe herab und rauben ihm den Geist der Initiative. Mehr als zwei Drittel des Nationalbesitzes ist heute bei den Trusts vereinigt. Die von sechs großen Finanzgruppen kon- trollierten Korporationen beschäftigen 2 650 000 Lohnemp- fänger und verfügen über ein Kapital von fast 20 Milliarden Dollars 113, Man beobachtet ferner mit Unbehagen, wie die wirtschaftliche Macht mehr und mehr zu der Finanz hinüber- geglitten ist, jene „Morganisation“ der Industrie, die auch die „Monarchs of Industry‘ in immer größere Abhängigkeit von den Finanzgeneralen gebracht hat; ferner, daß die Produk- tion auch gegenüber dem Handel und Verkehr an Einfluß eingebüßt hat, daß die Zahl der im Handel Tätigen ein weit beträchtlicheres Wachstum zeigt als die der in der Produktion Beschäftigten, und sich von 1870—1910 um 270% vermehrte, während etwa das Nahrungsmittel- und Bekleidungsgewerbe nur einen Zuwachs von 350% zeigte. In jenen großen wirt- schaftlichen Zusammenballungen mit ihrer gesteigerten Macht