= Ein weiterer Umstand, der gerade dieses Werk zum Studium der Problematik besonders geeignet erscheinen ließ, lag darin, daß seitens der Betriebsleitung bereits Er- hebungen über die Auswirkungen des Zwei- und Drei- schichtensystems im Hochofenbetriebe vorgenommen waren). Daher konnten die eigenen Untersuchungen daran anknüpfen und in Auswertung und Kritik dieses Materials die Probleme zur Entfaltung bringen, wobei für einzelne Fragen Berichte aus anderen Hüttenwerken herangezogen wurden. Die vor- liegende Arbeit schließt sich zunächst an die Zeitstudien an, die von seiten der Betriebsleitung veranstaltet worden waren, um in das Problem der effektiven Arbeitszeit einzudringen. Zur Klärung der Beziehungen zwischen Arbeitszeit und Arbeitsleistung baut sie des weiteren auf den Ergebnissen der Belegschafts- und der Produktionsstatistik auf, die von der Betriebsleitung zur Verfügung gestellt wurden, da an Hand dieser Statistiken die Probleme der Leistungs- und der Betriebsintensität bearbeitet werden können. Für die Untersuchung dieser Zusammenhänge trifft sich die Wahl gerade dieses Unternehmens insofern : be- sonders günstig, als im Produktionsprozeß des dortigen Hochofenbetriebes noch verhältnismäßig viel „Handarbeit“ Verwendung fand; der große Anteil der Handarbeit er- fordert eine starke Belegschaft, so daß jeder Wechsel des Schichtsystems, der eine unmittelbare Veränderung der Be- legschaftszahlen mit sich bringt, sich in größeren und des- halb besser durchschaubaren Zahlen auswirkt. Daher kann die Problematik auf diesem Gebiet schärfer herausgearbeitet werden als etwa beim Studium in einem Hochofenbetrieb, in dem durch Mechanisierung und Automatisierung der Arbeitsvorgänge eine weitgehende Ausschaltung der Hand- arbeit vorliegt. *) Sie sind zusammengefaßt in einer Denkschrift über die Arbeits- zeitfrage beim Betriebe der Hochöfen der betr. Hütte.