— A055. Schichtsystems und Produktivität besteht, so muß die re- lative Veränderung der Erzeugungsmenge, d.h. das Ver- hältnis von Belegschaftshöhe und Erzeugungsmenge er- mittelt werden. $ 13. Die absolute Höhe der Erzeugungsmenge und der Wechsel des Schichtsystems., Der Hochofen muß wegen der chemisch-metallurgischen Umwandlungsprozesse im Ofeninnern dauernd unter Feuer gehalten werden. Ein Wechsel des Schichtsystems kann daher an sich für die Ausbringung des einzelnen Hochofens keine absolute Veränderung der Erzeugungsmenge nach sich ziehen, denn der Hochofen bleibt Tag und Nacht un- unterbrochen in Gang, ganz gleich, ob die Schichten in acht- oder in zwölfstündiger Arbeitszeit wechseln. In der Denkschrift der Vereinigung der Deutschen Arbeitgeber- verbände über „Die Arbeitszeit in Deutschland“ ist jedoch der Produktionsrückgang der Eisen- und Stahlerzeugung überhaupt mit der Einführung der Achtstundenschicht für die Zeit von 1919 bis 1923 in enge Beziehung gestellt, wenn auch zugegeben wird, daß „hierbei die Gebietsver- luste auf Grund des Friedensvertrages eine wesentliche Rolle spielen“ *). Dagegen wird „die Produktionssteigerung mit ... dem Übergang zum Zweischichtensystem als offen erwiesen“ angenommen und durch Zahlenmaterial für den Hochofenbetrieb eines der führenden Hüttenwerke der Rheinisch- Westfälischen Eisen- und Stahlindustrie belegt ?). Danach betrug die Steigerung der absoluten Höhe monat- licher Produktion bei einem Vergleich von Dezember 1923 und Februar 1924, also unmittelbar beim Wechsel des Schichtsystems, 27,6 %,. Da jedoch jegliche Angaben darüber fehlen, welche anderen Ursachen etwa bei dieser Steigerung des Sach- 7) a. a. 0.8. 101} ?) Ebenda, S. 51.