— 425 — früher nicht vorkam“ !). Damit stoßen wir auf eine weitere Ursache, deren Beobachtung vor allem für eine Gegenüber- stellung von absoluten Produktionszahlen bei verschiedenem Schichtsystem von entscheidender Bedeutung werden kann, das ist die Lage des Absatzmarktes. Gerade da, wo etwa Durchschnittszahlen der AErzeugungsmenge verglichen werden, die aus der Produktionsstatistik der Vor- und Nachkriegszeit stammen, bedarf es der Nachprüfung, inwie- weit das Abstoppen der Produktion durch Absatzschwierig- keiten hervorgerufen wurde und vielleicht sogar zur „Dämpfung“ eines oder mehrerer Öfen im Betrieb führte. Andererseits ist zu beachten, daß bei Belebung der Kon- junktur und lohnendem Absatz, die rasche Erledigung der Aufträge verlangen, die Produktion nicht nur sofort auf das normale Maß gesteigert, sondern durch eine vermehrte Zugabe von Schrott noch weit über den gewöhnlichen Stand hinausgetrieben werden kann; so wurden in der ab- soluten Höhe der Monatsproduktion des untersuchten Hoch- ofenbetriebes Unterschiede bis zu 30%, festgestellt, die hiermit in Zusammenhang zu bringen sind?). Der ver- mehrte Zusatz von Schrott kann wiederum auf einer be- stimmten Preispolitik beruhen, da er sich bei günstigen Absatzverhältnissen noch lohnt, wenn der Preis für Schrott 60%, des Roheisenpreises ausmacht. Die Möglichkeiten solcher Steigerung der absoluten Erzeugungsmenge werden ebenfalls nicht von dem Bestehen des Zwei- oder des Dreischichtensystems, sondern einmal von der Größe der Hochofenprofile und andererseits von der Qualität des Roh- eisens wie der Art seiner Weiterverarbeitung bestimmt. Die Hochofenprofile sind entsprechend der verschiedenen Beschaffenheit und Menge der zur Beschickung gelangenden Erze gebaut, so daß die Höhe der Tagesproduktion hier ihre *) Wolff, a.7a. 0.8; 49. ?) Aus der Denkschrift und nach Angaben der Werksleitung. A