— 240.12 seines Profils verdoppelt wurde, in 24 Stunden 960 t statt vorher 480 t ausbringen könnte, so würde die Arbeitsmenge, die auf die Einheit des Produktes entfiel, auf die Hälfte sinken. „Man pflegt dieses Anschwellen der auf den Kopf des Arbeiters entfallenden Produktenmenge so auszudrücken, daß sich in gleichem Grade die „Produktivität der Arbeit“ erhöht hätte“ *), als ob die Arbeit diese Steigerung der Produktion hervorgerufen hätte. Dann würde diese Erhöhung des Ertriebes einseitig der Arbeit im Betriebe zugerechnet werden, es würde „ein bloßer Teil dem Ganzen gleichgesetzt werden, nämlich die Verrichtungen durch die Hand, die innerhalb des technischen Vorganges sich vollziehen, diesem ganzen Vorgang selber“ 2. Ebensowenig wie man glauben darf, durch diese Kopfquoten etwas über die »Produktivität der Arbeit« auszusagen, darf man schon in ihnen einen Maßstab für die Beurteilung der sog. „Produktivität des Betriebes“ sehen. Diese wird eindeutig erst durch die „Ertriebswucht“ bestimmt, die den jeweiligen Grad des „spezifischen Aufwandes“, d. h. die Höhe der „Summe des auf die Einheit des Produktes entfallenden Aufwandes“ ausdrückt ?). Hier wäre z. B. bei einer Vergrößerung des Hochofenprofiles der höhere Kraftbedarf angesichts der gewaltig vergrößerten Ausmaße des Hochofens_in Rechnung zu stellen, ferner etwa der Voraufwand für neue Maschinerie zwecks Beschleunigung der Beschickung zur Bewältigung der größeren Rohstoffmengen und jeder sonstige Aufwand. Die Summe dieser Aufwände auf die Einheit des Produktes berechnet ergibt den spezifischen Aufwand, dessen Steigen oder Fallen einen Maßstab für die Erhöhung oder Minderung der Ertriebswucht und damit der „Produktivität“ des Betriebes bildet, die nach dem Verfahren der Betriebsleitung nicht ') v. Gottl-Ottlilienfeld, Wirtschaft und Technik, S. 104. %) v. Gottl-Ottlilienfeld, ebenda, S. 22. Schriften der Gesellschaft für Soziale Reform. Heft 79.